Zuhause kreativ und sicher dreidimensional drucken

21.03.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Der 3-D-Druck hat längst die industrielle Anwendung verlassen. Fallende Preise und die fortschreitende technische Entwicklung ermöglichen einen immer größer werdenden Einsatz additiver Fertigungsverfahren im privaten Umfeld. Dabei darf die Sicherheit der Anwender und der Produkte nicht auf der Strecke bleiben.

Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jetzt die baua: Praxis "Produktsicherheit beim 3-D-Druck - Tipps für private Verwenderinnen und Verwender" veröffentlicht. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Technik des 3-D-Drucks. Sie erläutert, was für die Sicherheit wichtig ist, wenn Geräte gekauft, betrieben und gedruckte Produkte verwendet werden. Zudem behandelt sie den rechtlichen Rahmen.

Mit dem 3-D-Druck lassen sich kreative Ideen buchstäblich in Form bringen. Mittlerweile gibt es unzählige Drucker, digitale Druckvorlagen und Materialien auf dem Markt. Auch in öffentlichen MakerSpaces können private Nutzer Alltagsgegenstände oder Designprodukte drucken. Jedoch sollte dabei immer die Produktsicherheit im Auge behalten werden. Drucker, Druckvorgang, eingesetzte Materialien und hergestellte Produkte müssen sicher sein, damit sich Gesundheitsgefahren ausschließen lassen. Die baua: Praxis geht dazu vertiefend auf die drei Aspekte Sicherheit beim Kauf, sicheres Drucken und rechtliche Pflichten ein.

Einführend gibt die Broschüre einen Überblick über die Technik des 3-D-Drucks und die gängigsten Verfahren. 3-D-Drucker sollten am besten von namhaften Herstellern gekauft werden. Wird ein Drucker angeschafft, müssen Betriebsanleitung und Datenblätter vorhanden sein. Bei Geräten mit offenen Systemen lassen sich die Sicherheitsfunktionen einsehen. So lässt sich beispielsweise eine Überhitzung vermeiden. Es sollten nur Kunststoffe gekauft werden, für die der Drucker ausgelegt ist.

Eine ausreichende Belüftung beugt Gefährdungen durch schädliche Dämpfe vor, die beim 3-D-Druck freigesetzt werden können. Entflammbare Gegenstände in der Nähe des Druckers können sich beim Druckvorgang entzünden. Vorsicht bei Produkten, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Hier können sich in den Rillen von gedruckten Objekten Keime ansiedeln. Zudem können Produkte aus Kunststoff ihre Form verlieren, wenn sie an Wärmequellen stehen. Zwei Checklisten helfen beim Kauf und beim sicheren Betrieb von 3-D-Druckern.

Auch die rechtlichen Pflichten sollten bedacht werden. Wer Drucker oder gedruckte Produkte geschäftsmäßig auf dem Markt bereitstellt, ist ein Wirtschaftsakteur mit weitreichenden Pflichten. Dann muss beispielsweise das Produkt vorschriftsmäßig hergestellt und gekennzeichnet sein. Außerdem haftet man dafür, wenn es anderen Personen oder Sachen Schaden zufügt. Wer diese Risiken nicht eingehen will, sollte den 3-D-Druck nur für den privaten Bedarf nutzen und nichts anbieten oder verkaufen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz arbeiten über 700 Beschäftigte.

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