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Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer – 6 hilfreiche Praxistipps

19.02.2020  — Lukas Haß.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Das Fachwissen macht nur einen kleinen Teil guter Arbeit aus. Denn ein Großteil des beruflichen Erfolges ist eng mit zwischenmenschlichen Aspekten verknüpft. Teamwork ist also angesagt! Hier erhalten Sie sechs hilfreiche Tipps für die berufliche Praxis – nützlich auch für Einzelkämpfer.

Teamfähigkeit ist einer der wichtigsten Soft Skills, um beruflichen Erfolg zu garantieren. Kaum verwunderlich, dass diese Fertigkeit Grundvoraussetzung eines jeden Unternehmens ist. Doch was ist, wenn Sie selbst eher der introvertierten Fraktion angehören?

Sie machen Ihre Arbeit gründlich und vorbildlich, nur eben als Einzelkämpfer. Nicht jeder wird als Teamplayer geboren. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass Sie nicht zu einem werden können. Wenn es Ihnen also schwer fällt, mit Kollegen*innen zusammenzuarbeiten und gemeinsam Projekte anzugehen, sollten sie die folgenden Tipps beherzigen:

  1. Zuhören, nicht reden!

    Bevor Sie bei Entscheidungen selbst sofort die Initiative ergreifen, wie Sie es sonst gewohnt sind, hören Sie Ihren Kolleg*innen doch einfach erstmal zu. Denn um ein guter Teamplayer zu werden, ist es wichtig zu erfahren, was Ihre Mitstreiter*innen wollen und brauchen. Ganz wichtig: Augenkontakt herstellen! Das zeigt Ihrem Gegenüber, dass Sie ihm die angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringen und stellt so eine Verbindung her. Ebenfalls wichtig: Wiederholen Sie gesagte Punkte nochmals, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und Ihrem Gegenüber die Chance zu geben, wichtige Punkte noch mehr zu vertiefen.

  2. "Sich den Schuh des Gegenübers anziehen"

    Die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und die Welt mit ihren Augen zu betrachten, nennt man Empathie und ist im Berufsleben unerlässlich. Empathische Menschen hören zu und richten die gesamte Aufmerksamkeit auf ihr Gegenüber, ohne bereits ihre Antwort im Kopf vorzuformulieren. Ziehen Sie sich daher während eines Gesprächs einfach mal "den Schuh des*r Anderen" an und fragen Sie sich, aus welchem Grund und mit welcher Intention Ihr Gegenüber etwas sagt.

  3. Was wären wir ohne Feedback?

    Ganz klar: Ein wichtiges Instrument guter Kommunikation und somit erfolgreichen Teamplays ist das Feedback. Einzelkämpfer kommunizieren meist gar nicht oder nur unzureichend. Dabei ist es nicht nur wichtig, Feedback zu geben, sondern auch mit (konstruktiver) Kritik umzugehen. Denn in einem Team herrscht nie immer nur eitel Sonnenschein. Es ist ungemein wichtig, auch bei Uneinigkeiten, einen kühlen Kopf zu bewahren und mit den Punkten, die Ihnen vorgeworfen werden, professionell umzugehen. Das ist wichtig für den Teamspirit, um weiterhin zielorientiert arbeiten zu können und lässt sich auch trainieren. Hier erfahren Sie mehr dazu.

  4. Führen UND Folgen

    Immerzu wird über Führung gesprochen – aber zu wenig über Folgen. Denn nur wer richtig folgen kann, wird auch richtig führen. Gerade im Team wird die Schlichtung von Disputen nach oben delegiert, anstatt sich selbst eine Konfliktlösungs-Kompetenz anzueignen und Probleme in die Hand zu nehmen. Wenn Sie selbst Führungskraft sind – umso besser! Versuchen Sie zu folgen, den anderen die Verantwortung zu überlassen und vielleicht entsteht auf diesem Wege ein besserer Lösungsansatz, als wenn Sie sich selbst des Problems angenommen hätten.

  5. Klare Sache

    Einen bestimmten Fokus auf eine Sache zu legen, ist immens wichtig, um ein guter Teamplayer zu werden und auch zu bleiben. Denn ein Team, und so auch Sie, besteht immer aus Individualisten mit unterschiedlichen Meinungen, die sich aber einer gemeinsamen Sache angenommen haben und das selbstgesteckte Ziel erreichen wollen. Gute Teamplayer legen immer einen Fokus auf die Lösung, weniger auf das Problem. Denn je schneller eine Angelegenheit aus der Welt geschafft wird, desto schneller können Ihre Kolleg*innen und Sie sich auf das gemeinsame Ziel konzentrieren.

  6. Win-win Interaktionen

    Das im letzten Punkt erwähnte gemeinsame Ziel kann sich in den Köpfen der Kolleg*innen stark unterscheiden – und so auch der Weg dorthin. Besprechen Sie, was Ihr Gegenüber braucht, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Auch hier gilt: Zuhören und kompromissbereit sein. Fragen Sie sich nicht nur, was Sie wollen oder brauchen, sondern auch was die andere Partei erwartet. Es entsteht die klassische Win-win Situation: Durch Kompromisse oder Bereitstellung gewünschter Ressourcen stellen Sie einerseits Ihre Kolleg*innen zufrieden und ermöglichen so das Erreichen des Ziels. Und wer weiß: Vielleicht erinnern sich die Kolleg*innen beim nächsten Projekt an Ihre Kompromissbereitschaft und kommen auch Ihnen ein Stück entgegen.

Quellen und Hintergründe:

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Bild: fauxels (Pexels, Pexels Lizenz)

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