Kommunikation in der Arbeitswelt 4.0 – immer verstanden?

12.05.2016  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa).

Am 17. Mai jährt sich der Welttag der Informationsgesellschaft zum neunten Mal. An diesem Tag wird die Bedeutung des erfolgreichen Einsatzes moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft international in den Mittelpunkt gestellt.

Doch vor dem Hintergrund zunehmender Möglichkeiten der Information und Kommunikation stellt sich häufig die Frage: Wir können schnell kommunizieren, aber verstehen alle das Gleiche? Das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa) über die Bedeutung von Kommunikation in der Arbeitswelt 4.0.

Jederzeit erreichbar – doch immer auf dem gleichen Stand?

91 Prozent der Deutschen und 73 Prozent der Europäer sind mobil im Internet unterwegs. Die Kommunikation im Internet ist entsprechend hoch. Oft tauschen sich Menschen via Mail oder Kurznachrichtendienste aus. „Dabei kommt es häufig zu Missverständnissen“, kommentiert Dr. Martina Frost, wissenschaftliche Expertin des ifaa. „Ein unterschiedliches Verständnis von Begrifflichkeiten, Probleme mit der Autorechtschreibekorrektur oder auch verschiedene Sprachen sind die häufigsten Gründe,“ so die Psychologin. Die Sicherheit über Erhalt und Verständnis von Nachrichten ist deshalb nicht immer gegeben.

Richtig kommunizieren will gelernt sein

„Doch es fängt ja schon bereits früher bei der Kommunikationskompetenz an,“ so Dr. Tim Jeske, Experte für das Thema Industrie 4.0 beim ifaa. Digitalisierung und Industrie 4.0 sorgen dafür, dass Informationen immer besser verfügbar sind und entsprechend besser genutzt werden können. „Doch Menschen müssen mit den vorhandenen Kommunikationsmedien vertraut sein. Da gilt es zunächst das entsprechende Medium auszuwählen, um den gewünschten Adressatenkreis zu erreichen.“ Das ist angesichts der medialen Möglichkeiten nicht immer einfach. „So gilt es im Unternehmen einen Standard für Informationsverfügbarkeit und Kommunikationsprozesse festzulegen“, erläutert Jeske.

Kriterien hierfür können zum Beispiel sein: Verfügbarkeit des Adressatenkreises und der Informationen, Dringlichkeit der Nachricht oder Ausschluss von Missverständnissen.

Darüber hinaus müssen Nachrichten richtig formuliert werden. „Hier ist wichtig, darauf zu achten: Versteht mein Empfänger, was ich sagen möchte? Welche Informationen braucht dieser, um mich zu verstehen?“ so Frost. „In einer globalen Welt kommen gegebenenfalls Sprachbarrieren dazu.“


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