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Innovation braucht Offenheit

21.01.2020  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Menschen erzählen über Ihre Errungenschaften im Unternehmen im firmeneigenen Blog, posten auf dem Unternehmensprofil bei Twitter und teilen sich über eigene Newsletter mit. Es ist ein Einfaches, Bilder und Content anderen zugänglich zu machen. Wir kommunizieren über das eigene Schaffen und inspirieren zugleich andere.

Der offene Zugang über das Internet hat nicht nur unsere Mediennutzung verändert. Es gibt einen anhaltenden Trend, Produkte nicht nur kostenfrei anzubieten, sondern auch andere bei der Gestaltung einzubeziehen.

Es entsteht ein fließender Strom von potentieller Inspiration

Auch Innovationsprozesse in Unternehmen finden nicht mehr ausschließlich innerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen statt, denn sie werden auch nach außen geöffnet. Wissen und Kreativität können so von externen Partnern gezielt genutzt werden. Auch die Zusammenarbeit mit den Kunden steht vermehrt im Vordergrund, um Input zu gewinnen und die Markenbindung zu erhöhen.

Co-Creation gehört zu dieser neuen Form der interaktiven Wertschöpfung. Im Rahmen des Open-Innovations-Prozesses werden Kunden also Teil des Wertschöpfungsprozesses.

Ein sehr simples Beispiel hierfür sind Rezensionen. Der Kunde wird mit seiner Bewertung selbst zum Berater anderer Kunden. Doch das Einbeziehen der Kunden kann bereits sehr viel früher beginnen, indem die potenziellen Kunden in den Produktentstehungsprozess mit einbezogen werden. Zum Beispiel entwickelt EA derzeit in Zusammenarbeit mit der Community eine Erweiterung für ein Videospiel, indem diese nach den Bedürfnissen, Ideen und Vorlieben fragen.

Innovationsprozesse sind Problemlösungsprozesse

Die Öffnung von Innovationsprozessen wird „Open Innovation“ genannt. Diese Prozesse können auch beispielsweise für Hochschulen oder Forschungsinstitute geöffnet werden. Somit haben viele Menschen Zugriff zur Lösung eines bestimmten Problems. So können über die richtige Steuerung mehr Ideen generiert und neue Kunden gewonnen werden. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, eine Kundebindung zum Produkt zu schaffen.

Trotz Marktforschungsmethoden scheitern 50 bis 80 Prozent aller neuen Produkte. Die glücklichen 20 Prozent Erfolg zu treffen, hängt nicht ausschließlich mit der Qualität des neuen Produktes zusammen. Oft fehlt es neuen Produkten einfach an ausreichendem Kundenutzen. Oder anders gesagt: In der Theorie ist die Idee zwar nett, aber in der Praxis wurde das Produkt einfach „am Markt vorbeientwickelt“.

Durch einen offenen Innovationsprozess kann dieses Risiko nicht verhindert, aber stark reduziert werden.

Dadurch, dass der Kunde das Produkt selbst mitentwickelt, ist es letztlich viel stärker an die wirklichen Bedürfnisse angepasst.

So bietet Starbucks auf der Plattform MyStarbucksIdea die Möglichkeit, dass Nutzer Vorschläge zu verschiedensten Themenbereichen abgeben können. Fragen können hier sein: Welchen Namen oder welche Geschmacksrichtung soll der neue Muffin oder Kaffee bekommen? Wie ist die Atmosphäre in den Stores? Wie können der Service oder die Zahlungsmodalitäten verbessert werden?

Damit stellt Starbucks nicht nur sicher, dass die Produkte den Geschmack der Kunden treffen, sondern passt auch die Ausstattung der Filialen und die Dienstleistung den Bedürfnissen an.

Nächste Stufe der „Open Door“ Politik

Wenn ein Abteilungsleiter oder ein Manager sagt, dass seine Tür immer offen steht, spricht das für einen auf Kommunikation ausgelegten Führungsansatz, der sich durch die Bereitschaft auszeichnet, für die Mitarbeiter da zu sein.

Die offene Bürotür ist ausschließlich für die eigenen Mitarbeitenden, wohingegen eine grundsätzliche Offenheit auch über die Unternehmensgrenze hinaus deutliche Vorteile mit sich bringen kann.

Wichtig ist dabei, danach zu selektieren, in welchen Produktsegmenten aktuell neue Ideen dringend gebraucht werden und was der Mehrwert für den potentiellen Kunden ist, an der Entstehung mitzuwirken. Hier wiederum einen kostenfreien (Teil-)Zugang bei der Produkteinführung auf dem Markt zu ermöglichen, ist nur konsequent. Natürlich darf nicht vergessen werden, kostenfreie Teilprodukte in ein sich finanzierendes Geschäftsmodell zu integrieren.

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Bild: Free-Photos (Pixabay, Pixabay License)

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