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Ghosting trifft Bewerber und Arbeitgeber gleichermaßen

06.05.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Robert Half Deutschland GmbH.

Arbeitgeber beklagen sich nach Erfahrung von Robert Half immer öfter über Ghosting: Bewerber, die nicht zum Vorstellungsgespräch oder sogar zum ersten Arbeitstag erscheinen und plötzlich abtauchen. Dieses Phänomen kennen Jobsuchende allerdings schon lange.

Laut einer Befragung von Robert Half haben sich 62 % der Arbeitnehmer schon einmal für das zweitbeste Angebot entschieden, weil sie zu lange auf eine Antwort für die bevorzugte Stelle warten mussten.

Ghosting ist ein No-Go

„Tatsächlich haben wir in der Vergangenheit öfter von Kandidaten gehört, sie hätten keine Rückmeldung auf ihre Bewerbung erhalten. Inzwischen sind es aber auch immer häufiger Kunden, die die Zuverlässigkeit von Kandidaten bemängeln“, weiß Sladjan Petkovic, Managing Director beim Personaldienstleister Robert Half. „Doch Ghosting ist und bleibt ein No-Go – natürlich für beide Seiten."

„Kandidaten wie Personalverantwortliche sollten sich professionell und ehrlich verhalten. Dazu gehört, dass man offen kommuniziert und auch den Mut aufbringt, eventuell unangenehme Absagen auszusprechen“, findet Petkovic.

Gegen den Bewerberfrust: Aktion statt Resignation

Warten Bewerber erfolglos auf eine Rückmeldung, ist der Frust groß. Für 87 % beeinflusst dieses Verhalten das Arbeitgeberimage negativ. „Jobsuchende dürfen sich nicht mit Selbstzweifeln plagen, weil sich ihr Traumarbeitgeber nicht meldet. Stattdessen können sie aktiv dafür sorgen, schnell Klarheit zu bekommen und sich auf andere Stellenangebote zu konzentrieren“, empfiehlt Petkovic.

Anstatt selbst Ghosting zu betreiben - drei Tipps für Bewerber:

  1. Checken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen: In einer von zehn Bewerbungen stellen wir fest, dass die Kontaktdaten falsch sind. Das erschwert die Kontaktaufnahme mit dem Bewerber unnötig. Bevor Sie die Bewerbung abschicken, bitten Sie am besten einen Freund oder Familienangehörigen um einen finalen Check. Beim Versand achten Sie unbedingt darauf, dass die eingereichten Unterlagen vollständig an den richtigen Empfänger gegangen sind.
  2. Prüfen Sie Ihren Spamordner: Vielleicht ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch bei Ihrem Wunscharbeitgeber im Spam- oder Junk-Ordner gelandet. Hören Sie auch Ihre Mobilbox oder Ihren Anrufbeantworter ab. Womöglich haben Sie eine Nachricht übersehen.
  3. Üben Sie sich mindestens 7 bis 10 Tage in Geduld: Personaler benötigen etwas Zeit, um die eingegangenen Bewerbungen zu prüfen. Gibt es nach 14 Tagen immer noch kein Feedback, dürfen Sie getrost zum Telefonhörer greifen und in der Personalabteilung höflich nachfragen. Bereiten Sie sich vorab gut vor. Der Anruf kann schnell zu einem Vorabinterview werden.

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