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Die QWERTZ-Tastatur – Wird sie in Rente gehen?

21.01.2020  — Jasmin Dahler.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Die QWERTZ-Tastatur basiert auf 140 Jahre alten Schreibmaschinen-Layouts. Dennoch werden immer wieder Alternativen ausprobiert. Insbesondere bei Smartphones und anderen Touch-Screen-Geräten werden neue Möglichkeiten erprobt.

Eine Tastatur teilt sich in den Alpha- und den numerischen Bereich auf – alsoein Bereich für die Buchstabeneingabe und einer für die Zifferneingabe. Außerdem gibt es noch die Funktionstasten, Sondertasten und Cursor-Tasten. Dabei gibt es länderspezifische Unterschiede – zum Beispiel die Umlaute in Deutschland.

Auch die Anordnung der Buchstaben kann sich unterscheiden. Welche Tastatur genutzt wird, kann anhand der ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe erkannt werden. In Deutschland sind das Q, W, E, R, T und Z. Also die QWERTZ-Tastatur. In Amerika wäre es hingegen QWERTY und in Frankreich AZERTY.

Die Anordnung der Tasten lässt sich auf die Entwicklung der Schreibmaschinentastatur zurückführen. Diese soll die bestmögliche Bedienbarkeit ermöglichen. Daher hängt die Anordnung der Buchstaben mit der statistischen Verteilung der Buchstaben in Wörtern der entsprechenden Landessprache zusammen. Dieser Tastaturaufbau hat sich auch auf unsere Smartphone und Tablets übertragen. Die Entwickler von Icoaching wollen das jetzt jedoch ändern, zumindest per App.

Typewise, wie die neue App-Tastatur sich nennt, ist speziell auf das Tippen mit zwei Daumen auf dem Smartphone konzipiert. Wischgesten werden dabei problemlos unterstützt und auch die Tasten sind deutlich größer als bei der QWERTZ-Version. Diese beiden Änderungen sollen dafür sorgen, dass weniger Tippfehler entstehen. Angeordnet ist die Typewise wie ein Wabenmuster, wodurch die größeren Tasten überhaupt erst realisierbar waren.

Doch es gibt auch noch andere Entwickler, die sich Gedanken um eine neue Tastatur gemacht haben. Immerhin tippen wir immer noch wie im 19. Jahrhundert. So gibt es das Dvorak-Layout, dessen Tastenanordnung sich an der Anatomie der Hand orientiert, um diese nicht zu stark zu belasten. Durchgesetzt hat sich dieses Layout jedoch nicht. Das liegt wohl daran, dass jedes neue Tastaturen-Layout eine neue Lernphase mit sich bringt und wer lange mit einer Dvorak-Tastatur gearbeitet hatte und dann wieder vor einer QWERTZ-Tastatur sitzt, muss umlernen.

Daher bleiben auch viele Personen bei ihrem Smartphone lieber gleich bei der QWERTZ-Tastatur. Und an eine neue einheitliche Tastatur ist auch noch lange nicht zu denken.

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Bild: LUM3N (Pixabay, Pixabay License)

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