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Die Mehrheit der Deutschen findet, dass zu wenig gebaut wird

25.02.2020  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Interhyp AG.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (71 Prozent) finden, dass zu wenig Wohnraum geschaffen wird. Als größte Hindernisse sehen sie neben zu hohen Baukosten, einem Mangel an Bauland und zu strengen Bauvorschriften fehlende staatliche Anreize und einen Fachkräftemangel im Handwerk.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Teilnehmern hervor, die Statista im Auftrag von Interhyp durchgeführt hat. "In der Wohnraumdebatte bleibt der Staat gefragt. Ob kommunal oder privat: Je mehr Wohnraum geschaffen wird, desto weniger Mietpreisregulierung ist nötig", sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, und ergänzt: "Im aktuellen Zinstief liegt der Hebel nicht nur bei Förderdarlehen oder Zuschüssen. Das Ziel sollte vielmehr lauten, Bürokratie und Nebenkosten zu senken, um dauerhaft die Wohneigentumsquote zu erhöhen."

Laut Studie sind vor allem Mieter und Städter der Auffassung, dass mehr gebaut werden sollte. 68 Prozent sehen die Bautätigkeit durch zu hohe Baukosten beeinträchtigt. Etwa jeder zweite Befragte (51 Prozent) sieht einen Mangel an Bauland in vielen Städten und Gemeinden als Hemmnis. 44 Prozent machen zu strenge Bauvorschriften dafür verantwortlich, dass nicht mehr Wohnraum entsteht. 41 Prozent finden, es gebe zu wenig staatliche Anreize wie Fördermittel. Die vorhandenen Fördermittel sollten Baufinanzierungskunden möglichst nutzen und sinnvoll in die Finanzierung einbauen, rät Interhyp. Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp nennt das Baukindergeld als Beispiel: "Familien, die in unsere Beratung kommen, fragen in aller Regel nach Fördermitteln wie dem Baukindergeld. Wenn mit dem Baukindergeld Sondertilgungen geleistet oder Modernisierungen bezahlt werden können, erleichtert das die Finanzierung."

Mehr als ein Drittel sieht Handwerkermangel

Die Untersuchung verdeutlicht zugleich die Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Bau- und Wohnungswirtschaft. Ob Tischler, Elektriker oder Installateur: Je 36 Prozent der Studienteilnehmer finden, dass es zu wenige Handwerker gibt und dass es bei Bauvorhaben zu Verzögerungen kommt. Viele haben selbst diese Erfahrungen gemacht. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) benötigten im Vorjahr keinen Handwerker. Die andere Hälfte benötigte einen Handwerker. Davon gaben 31 Prozent an, keinen verfügbaren Handwerker gefunden zu haben, mehr als jedem Vierten (27 Prozent) war die verfügbare Fachkraft zu teuer, knapp die Hälfte (48 Prozent) fand Handwerker zu marktgerechten Preisen. Mirjam Mohr rät: "Immobilienkäufer und Bauherren sollten den Fachkräftemangel bereits in der Immobilienfinanzierung berücksichtigen." Ein Tipp lautet, bei der Kreditauswahl auf eine möglichst lange bereitstellungszinsfreie Zeit beziehungsweise auf niedrige Bereitstellungszinsen zu achten. So laufen keine unnötig hohen Zinskosten auf, wenn es zu Bauverzögerungen kommt.

Über die Umfrage: Im Auftrag von Interhyp hat Statista 1.000 Menschen in Deutschland zum Bauen und Wohnen online befragt. Die Umfrage ist national repräsentativ nach Alter und Geschlecht.

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