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Der Category Manager

14.03.2022  — Malte Struckmann.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Wer bei der Berufsbezeichnung Category Managerin bzw. Category Manager an jemanden denkt, der sich für Quiz-Shows im TV die jeweiligen Frage-Kategorien ausdenkt, der hat weit gefehlt. Analytisches Denken und betriebswirtschaftliches Know-how ist in diesem Beruf gefragt.

Was ist ein/eine Category Manager/in?

Mag die Berufsbezeichnung auf eine eher theoretische Tätigkeit hinweisen, so ist doch im Berufsfeld des Category Managers beides gefragt: Theoretisches Wissen als auch praktische Anwendung. Die Kernarbeit des Category Managements ist das Warengruppenmanagement eines Unternehmens. Im Speziellen liegt die Verantwortung darin, Produktkategorien sinnvoll zu strukturieren, stark nachgefragte Produkte zu beschaffen und weniger gefragte Artikel aus dem Sortiment zu nehmen. Ziel des Warengruppenmanagements sind zufriedenere Kunden und höhere Verkaufszahlen. Das klingt erst einmal recht banal, doch ein nach Kundenwünschen optimiertes Sortiment sorgt für einen höheren Absatz und somit auch für mehr Umsatz.

Aufgaben und Tätigkeiten des Category Managements

Als Schnittstelle zwischen der Konsumgüterindustrie und dem Einzel- oder auch Großhandel analysiert der Category Manager oder die Category Managerin die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Kunden. Dazu müssen beispielweise Kundenbefragungen durchgeführt werden. Auch das Erstellen von Erfolgsprognosen gehört zum Aufgabengebiet des Category Managements. Hierfür können Promotionsaktionen durchgeführt werden, an denen abgelesen werden kann, welche Produkte für welche Kundengruppen ein hohes Umsatzpotenzial zeigen. Viele Faktoren müssen beim Warengruppenmanagement beachtet werden, so beispielsweise auch die Sortierung der Regale im stationären Einzelhandel. Folgende Fragen gilt es für den/die Category Manger/in zu beantworten:

  • Welche Produkte sind am beliebtesten?
  • Bei welchen Produkten sinkt oder stagniert die Nachfrage?
  • Welche Produkte werfen am meisten Gewinn ab?
  • Wie kann das Sortiment noch weiter optimiert werden?
  • Wie werden die besten Kooperationen für neue Warengruppen erzielt?
  • Welche Kundengruppen kaufen welches Produkt?

Im Grunde genommen reicht das Aufgabenspektrum von der ersten Idee zu einem neuen Produkt über die Erfolgsprognosen bis hin zum Abgleich der Prognose mit der Realität. Die Position des Category Managements ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Denn für den gesamten Prozess von der Planung bis zum Verkauf, von der Analyse bis zu Verhandlungen mit Kooperationspartnern, zeigt sich der Category Manager oder die Category Managerin verantwortlich.

Fähigkeiten und Qualifikation für das Category Management

Da Category Manager/in kein Ausbildungsberuf ist, ist ein betriebswirtschaftliches Studium gern gesehen aber nicht notwendig. Eine Ausbildung mit entsprechend kaufmännischer Weiterbildung kann ausreichen, idealerweise mit dem Schwerpunkt Marketing oder Verkauf. Der Einstieg kann aber auch mit einem fachfremden Studium möglich sein, wenn Berufserfahrung im Einkauf oder Produktmanagement nachgewiesen werden kann.

Das Fähigkeitenprofil für das Berufsbild des Category Managements erfordert analytisches Denken, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Marketing und Vetriebskenntnisse sowie Erfahrung im Groß- und Einzelhandel. Hilfreich können auch Kenntnisse in der Logistik und Social Media Kommunikation sein. Wenn Sie also Freude an der Planung und Analyse von Produkten und Warengruppen haben, gerne kundenorientiert arbeiten und keine Angst davor haben, sich das nötige Know-how anzueignen, dann ist der Beruf der Category Managerin oder des Category Managers eine gute Wahl.

Quellen und Hintergründe:

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Bild: Pixabay (Pexels, Pexels Lizenz)

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