Den Geist aufgeben

28.03.2019  — Jasmin Dahler.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Freitag kurz vor Feierabend möchten Sie noch schnell die letzten Daten in Ihren Computer einpflegen, als Ihr PC sich plötzlich verabschiedet – er hat einfach den Geist aufgegeben. Warum nur? Den technischen Aspekt dieser Frage können wir wohl nicht beantworten, aber immerhin, woher diese Redewendung kommt!

Die Redewendung „den Geist aufgeben“ nutzen wir ganz selbstverständlich, wenn etwas kaputt gegangen ist, ob es sich nun um die Kaffeemaschine, das Auto oder den Computer handelt. Dabei hat die Redewendung im Laufe der Zeit jedoch eine Wandlung erfahren. Während sie heute bedeutet, dass etwas, besonders technische Geräte, kaputtgegangen ist, meinte die veraltete Bedeutung, dass gerade jemand verstorben war. Es handelte sich dabei um einen Euphemismus ähnlich wie die geistige Umnachtung. Somit ist mit dem Geist nicht etwa eine Spukgestalt auf einer Burg gemeint, sondern der Lebenshauch. Die Umschreibung findet sich bereits in der Bibel: „Zu ihren Müttern sprechen sie: Wo ist Brot und Wein?, da sie auf den Gassen in der Stadt verschmachten wie die tödlich Verwundeten und in den Armen ihrer Mütter den Geist aufgeben.“

Das Gute ist: Obwohl wir diese Redewendung für unsere technischen Geräte nutzen, müssen wir noch lange kein Grab für sie ausheben, wenn sie wieder einmal ganz typisch kurz vor dem ersehnten Feierabend streiken. Viele Gerätschaften lassen sich nämlich einfach reparieren. Wir drücken die Daumen, dass es auch bei Ihrem PC mit einem schnellen Neustart getan ist!

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