Dein Nachbar, Dein Freund: Ein Drittel der Deutschen hat ein enges Verhältnis zu den Nachbarn

22.03.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Interhyp AG.

Ein Stück Butter borgen, auf dem Balkon plaudern, die Kinder zum Spielen einladen: Viele Menschen in Deutschland haben ein enges Verhältnis zu ihren Nachbarn. 31 Prozent sagen, ihre Nachbarn seien auch ihre Freunde.

Eine Erhebung von Interhyp unter 1.000 Befragten ergab: Ein Drittel der Deutschen hat ein enges Verhältnis zu den Nachbarn. "Vor diesem Hintergrund sollten Immobilieninteressenten vor einem Bau oder Kauf auf jeden Fall einmal mit den potenziellen Nachbarn sprechen – um zu sehen, ob die Chemie stimmt und um ein erstes Fundament zu schaffen", rät Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

Lediglich 3 Prozent geben an, ihre Nachbarn gar nicht zu kennen. 65 Prozent haben zwar kein enges Verhältnis, grüßen sich aber immerhin. Im Schnitt beurteilen Männer ihr Verhältnis zur Nachbarschaft um sieben Prozentpunkte besser als Frauen. Auch die Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren schätzt die Beziehung zur Nachbarschaft etwas besser ein als ältere Bevölkerungsgruppen. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Wohnform. Vier von zehn Hausbewohnern (40 Prozent) bezeichnen ihre Nachbarn als Freunde – bei Eigentums- und Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern tun dies nur 27 Prozent.

Die Studie ging außerdem der Frage nach, mit wem sich die Befragten vorstellen können, eine Baugemeinschaft zu gründen – um beim Immobilienerwerb Kosten zu sparen. Mit 48 Prozent steht die Familie an erster Stelle, gefolgt von Freunden (29 Prozent) und Fremden (7 Prozent). Auch hier zeigen sich altersbedingte Unterschiede im Antwortverhalten. Für 43 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wäre eine Baugemeinschaft mit Freunden vorstellbar. Bei den über 65-Jährigen sind es nur 16 Prozent. "Je älter die Befragten sind, desto eher nimmt die Bereitschaft ab, gemeinsam mit anderen Zeit und Geld in ein eigenes Haus zu investieren", stellt Mirjam Mohr mit Blick auf die Zahlen fest. Für 36 Prozent kommt eine solche Baugemeinschaft nicht infrage.

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