Akademie
VideoCampus
Fachliteratur
Software
Themen
Dashöfer
  • Seminare
  • Lehrgänge
  • Tagungen
  • Online-Seminare
  • Inhouse

Immobilien-Konjunktur-Index: Immobilienprofis erwarten Ende des Booms

30.10.2018  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: immowelt.de.

Der vor Kurzem erstmals veröffentlichte Immobilien-Konjunktur-Indexes von Immowelt prognostiziert einen Ende des derzeitigen Immobilienbooms: Gerade Makler, Experten auf dem Immobilienmarkt, sehen langsam aber sicher ein Zyklusende nahen - gleichzeitig steigen die Immobilienpreise in den ersten 3 Quartalen 2018 aber nochmals stark an.

Mit dem Immobilien-Konjunktur-Index (IKI) präsentiert die Immowelt AG die Ergebnisse eines lang angelegten Forschungsprojekts. Bereits seit 2011 werden die Stimmung und Erwartungen unter deutschen Immobilienprofis erhoben und ausgewertet. Damit ergibt sich ein breites Bild des aktuellen Wohnimmobilienbooms – der aus Sicht der Befragten in absehbarer Zukunft wahrscheinlich auslaufen wird: Mit 100,1 Punkten (Stand 3. Quartal 2018, Basisjahr 2016: 100 Punkte) notiert der Index zwar solide. Dieser Stand erklärt sich aber vor allem durch die aktuelle Situation, die mit 102,3 Punkten bewertet wird. Die Erwartungen der Immobilienprofis für die kommenden Monate liegen hingegen bei 98,0 Punkten. Zum Vergleich: Den bisherigen Höchststand erreichten die Geschäftserwartungen im IKI Anfang 2012 mit 111,5 Punkten.

Mangelndes Angebot treibt den Boom

Bemerkenswert ist, dass die seit Jahren anhaltende Hochphase im Immobilienbereich aus Sicht der Befragten vor allem vom mangelnden Angebot bestimmt wird. Am Angebotsklima kann über die Jahre das Abschmelzen des Wohnimmobilienbestandes und der schleppende Neubau nachverfolgt werden: Anfang 2012 notierte der Angebotsindex im IKI bei 118,3 Punkten. Der bisherige Tiefststand wurde Ende 2015 mit 96,4 Punkten erreicht. Die steigenden Baugenehmigungs- und Baufertigstellungszahlen seitdem haben das Angebotsklima wieder auf solide 102,4 Punkte steigen lassen. Die Immobilienprofis erkennen also eine Verbesserung aufseiten des Angebots, während die Nachfrage bei 97,3 Punkten und somit leicht unter dem sehr guten Wert von 2016 verharrt. Da der Immobilienmarkt naturgemäß nur träge reagiert, scheint sich nach den Jahren ohne nennenswerte Zuwächse auf der Angebotsseite das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage langsam zu stabilisieren.

Preisrallye zum Zyklusende?

Seit Mitte 2015 sind Fragen zur Preisentwicklung Teil des Index-Fragebogens, die entsprechenden Werte bewegen sich dabei seitwärts, mit einer Spitze im Jahresverlauf 2016. Seit 2017 ist ein leichter Rückgang der Indexwerte zu beobachten, was sich mit der Einschätzung vieler Marktakteure deckt, dass die Zeit der großen Preissprünge dem Ende zugeht. Sowohl bei Kauf- als auch bei Mietimmobilien zeigt der Immobilien-Konjunktur-Index eine nahende Plateauphase. Dabei kann es sich um Unglauben unter den Befragten handeln, dass Wohnimmobilien in Deutschland tatsächlich noch teurer werden könnten – eine Preisrallye zum Ende des Booms erwarten die Makler demnach eher nicht. Aktuelle Marktzahlen zeigen jedoch, dass viele Anbieter derzeit mit sehr hohen Angebotspreisen auf den Markt drängen: Im Jahresvergleich der ersten drei Quartale 2017 und 2018 zeigen sich in den meisten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern Steigerungsraten von 9 Prozent oder darüber.

Regelmäßige Berichte jedes Quartal

Nach der erstmaligen Veröffentlichung wird der Immobilien-Konjunktur-Index zukünftig quartalsweise als Bericht bei Immowelt kostenlos veröffentlicht. Bei ungewöhnlichen Entwicklungen werden die reinen Ergebnisdarstellungen durch analytische Einordnungen begleitet. Ein Jahresbericht steht mit Beginn des jeweiligen Kalenderjahres zur Verfügung.

Kennen Sie schon unseren neuen News­letter Digitalisierung aktuell?

nach oben