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Michael Kühn

Einrichtung eines Tax-Compliance-Management-Systems plus Steuer-IKS


86 Min. | Vorschau
  • 3 Monate unbegrenzter Zugang
  • Vollständige Seminarunterlagen
  • Persönliches Teilnehmerzertifikat
Grafik Preis Einzelverkauf nur 89,- Euro zzgl. MwSt.

Beschreibung

Warum ein TCMS/Steuer-IKS zwingend notwendig ist und doppelten Schutz für Sie und das Unternehmen bildet

Die Einführung eines Tax-Compliance-Management-Systems (TCMS) inkl. eines Steuer-IKS (Internes Kontroll System) hilft beim legitimen Ziel der Reduzierung von Steuerbelastungen, während gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt und pflichtwidriges Verhalten vermieden wird.

Erhebliche Verschärfungen des Steuerstrafrechts und umfangreiche Risiken im Unternehmen bedrohen neuerdings Geschäftsleitung und u.a. Leiter des Steuer- und/oder Rechnungswesen mit Haftstrafen, Geldbußen und persönlicher Haftung. Es genügen eigene oder Fehler von Mitarbeitern verbunden mit Leichtfertigkeit, Vorsatz oder dem sog. Organisationsverschulden, das erheblich ihre Rechtsposition verändert hat. Denn was vielen Geschäftsführern und Leitenden Angestellten oft nicht bewusst ist: Sie können bei Verdacht auf Steuerhinterziehung wegen Verletzung einer Aufsichtspflicht auch persönlich haftbar gemacht werden!

Durch die Einrichtung eines angemessenen und wirksamen TCMS/Steuer-IKS können sie Haftstrafen, Geldbußen und persönliche Haftung für sich und ihre Leitenden Mitarbeiter rechssicher vermeiden.

Unser Rechtsexperte Michael Kühn erläutert Ihnen in diesem Videoseminar, wie der Anwendungserlass zu § 153 AO und das BGH-Urteil vom 09.05.2017 dazu führen, dass ein Tax-Compliance-Management-System für Unternehmen eine doppelte Schutzfunktion entfaltet. Lernen Sie alle Risikofelder und ihre Prävention durch eine konkete Umsetzung eines TCMS anhand von Best-Practice-Beispielen kennen.

Schlagwörter: Tax Compliance, TCM, Steuer-IKS, Innerbetriebliches Kontroll System, Internes Kontroll System, IKS, IDW PS 980, ISO 19600, IDW PS 982, Steuer-Organisation, Steuerrecht, Finanzbuchhaltung, FiBu, Compliance, Selbstanzeige, Berichtigung einer Erklärung, § 153 AO, § 371 AO, § 378 Absatz 3 AO, Steuerberichtigung, Betriebsprüfung, Steuerstrafen, Haftstrafen, Geldbußen, Steuergesetze, Organisation, Risikomanagement, Anwendungserlass § 153 AO, Tax-Compliance-Management-System, TCMS, Haftung, zivilrechtliche Haftung, persönliche Haftung, Haftung für Geschäftsführer und Prokuristen, Haftung für Leiter Steuerwesen, Haftung für Leiter Steuerrecht, Haftung für Leiter FiBu, Haftung für Leiter Finanzbuchhaltung, Haftung für Leiter Buchhaltung, Haftung für Leiter Rechnungswesen, Organisationsverschulden, Haftung für Fehler von Mitarbeitern, Steuererklärungspflichten, Körperschaftssteuererklärung, Umsatzsteuererklärung, Prozessdokumentation, Verfahrensdokumentation.

Inhalte

Dieses Videoseminar wendet sich an Mitarbeiter/innen aus der Finanzbuchhaltung und Führungskräfte, Geschäftsführer sowie Aufsichtsräte, die in ihrem Unternehmen die Steuer-Organisation erfolgreich ausbauen und Steuerstrafen prävenieren möchten.

  1. 02:49
    1. Einleitung: Was ist Tax Compliance?
  2. 05:32
    2. Aktuelles Umfeld: Vorteile für Unternehmen
  3. 04:59
    3. Aktuelles Umfeld: Rechtsfolgen für Unternehmen
  4. 07:54
    4. Risikofelder bei lückenhafter Tax Compliance
  5. 03:24
    5. Prominente Praxisbeispiele
  6. 04:00
    6. Weitere Praxisbeispiele
  7. 07:16
    7. Politische Entwicklungen: Anwendungserlass zu § 153 AO
  8. 02:33
    8. Politische Entwicklungen: BGH-Urteil vom 09.05.2017
  9. 08:15
    9. Politische Entwicklungen: Folgen der Verwaltungs- und Rechtsprechungspraxis
  10. 06:03
    10. Politische Entwicklungen: Abgrenzung § 370 AO zu § 153 AO
  11. 03:14
    11. Politische Entwicklungen: Abgrenzung § 370 AO zu § 153 AO II
  12. 02:03
    12. Einrichtung eines TCMS: Grundsätze
  13. 06:58
    13. Einrichtung eines TCMS: Die sieben Bausteine
  14. 05:15
    14. Einrichtung eines TCMS: Konkrete Umsetzung
  15. 03:31
    15. Einrichtung eines TCMS: Konkrete Umsetzung II
  16. 01:42
    16. Best Practice: Steuererklärungspflichten
  17. 03:07
    17. Best Practice: Körperschaftssteuererklärung
  18. 04:52
    18. Best Practice: Körperschaftssteuererklärung II
  19. 02:40
    19. Fazit
Seminarunterlagen    Einrichtung eines Tax-Compliance-Management-Systems

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Michael Kühn
ist seit 2008 selbstständiger Rechtsanwalt und einer von zwei Anwälten in Hamburg mit der Doppelqualifikation als Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für Steuerrecht. Zusätzlich ist er im Bereich Compliance und IKS ein Certified Compliance Professional (CCP) Corporates (Frankfurt School of Finance & Management). Neben seiner Arbeit in seiner eigenen Anwaltskanzlei ist RA Michael Kühn seit 2016 Lehrbeauftragter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Referent beim DAI Deutsches Anwaltsinstitut e.V. und Referent beim Verlag Dashöfer, Hamburg.

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§ 153 – Berichtigung von Erklärungen
[ X ]

(1) Erkennt ein Steuerpflichtiger nachträglich vor Ablauf der Festsetzungsfrist,
1
dass eine von ihm oder für ihn abgegebene Erklärung unrichtig oder unvollständig ist und dass es dadurch zu einer Verkürzung von Steuern kommen kann oder bereits gekommen ist oder
2
dass eine durch Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstemplern zu entrichtende Steuer nicht in der richtigen Höhe entrichtet worden ist,so ist er verpflichtet, dies unverzüglich anzuzeigen und die erforderliche Richtigstellung vorzunehmen. Die Verpflichtung trifft auch den Gesamtrechtsnachfolger eines Steuerpflichtigen und die nach den §§ 34 und 35 für den Gesamtrechtsnachfolger oder den Steuerpflichtigen handelnden Personen.
(2) Die Anzeigepflicht besteht ferner, wenn die Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung, Steuerermäßigung oder sonstige Steuervergünstigung nachträglich ganz oder teilweise wegfallen.
(3) Wer Waren, für die eine Steuervergünstigung unter einer Bedingung gewährt worden ist, in einer Weise verwenden will, die der Bedingung nicht entspricht, hat dies vorher der Finanzbehörde anzuzeigen.
§ 371 – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung
[ X ]

(1) Wer gegenüber der Finanzbehörde zu allen unverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart in vollem Umfang die unrichtigen Angaben berichtigt, die unvollständigen Angaben ergänzt oder die unterlassenen Angaben nachholt, wird wegen dieser Steuerstraftaten nicht nach § 370 bestraft.
(2) Straffreiheit tritt nicht ein, wenn
1
bei einer der zur Selbstanzeige gebrachten unverjährten Steuerstraftaten vor der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung
a)
dem Täter oder seinem Vertreter eine Prüfungsanordnung nach § 196 bekannt gegeben worden ist oder
b)
dem Täter oder seinem Vertreter die Einleitung des Straf- oder Bußgeldverfahrens bekannt gegeben worden ist oder
c)
ein Amtsträger der Finanzbehörde zur steuerlichen Prüfung, zur Ermittlung einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit erschienen ist oder
2
eine der Steuerstraftaten im Zeitpunkt der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung ganz oder zum Teil bereits entdeckt war und der Täter dies wusste oder bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen musste oder
3
die nach § 370 Absatz 1 verkürzte Steuer oder der für sich oder einen anderen erlangte nicht gerechtfertigte Steuervorteil einen Betrag von 50 000 Euro je Tat übersteigt.
(3) Sind Steuerverkürzungen bereits eingetreten oder Steuervorteile erlangt, so tritt für den an der Tat Beteiligten Straffreiheit nur ein, wenn er die aus der Tat zu seinen Gunsten hinterzogenen Steuern innerhalb der ihm bestimmten angemessenen Frist entrichtet.
(4) Wird die in § 153 vorgesehene Anzeige rechtzeitig und ordnungsmäßig erstattet, so wird ein Dritter, der die in § 153 bezeichneten Erklärungen abzugeben unterlassen oder unrichtig oder unvollständig abgegeben hat, strafrechtlich nicht verfolgt, es sei denn, dass ihm oder seinem Vertreter vorher die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens wegen der Tat bekannt gegeben worden ist. Hat der Dritte zum eigenen Vorteil gehandelt, so gilt Absatz 3 entsprechend.
§ 378 – Leichtfertige Steuerverkürzung
[ X ]

(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Steuerpflichtiger oder bei Wahrnehmung der Angelegenheiten eines Steuerpflichtigen eine der in § 370 Abs. 1 bezeichneten Taten leichtfertig begeht. § 370 Abs. 4 bis 7 gilt entsprechend.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.
(3) Eine Geldbuße wird nicht festgesetzt, soweit der Täter gegenüber der Finanzbehörde die unrichtigen Angaben berichtigt, die unvollständigen Angaben ergänzt oder die unterlassenen Angaben nachholt, bevor ihm oder seinem Vertreter die Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens wegen der Tat bekannt gegeben worden ist. § 371 Absatz 3 und 4 gilt entsprechend.