Stand: 31.10.2014

Incoterms 2010

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Um für den Kosten- und Gefahrenübergang weltweit einheitliche Regelungen zu schaffen, hat die International Chamber of Commerce (ICC) in Paris die International Commercial Terms (kurz Incoterms) entwickelt. Sie bilden eine einheitliche Basis für die Auslegung internationaler Lieferbedingungen und finden in der Handelspraxis weltweit Anerkennung.

Incoterms haben keinen Gesetzesstatus. Aus diesem Grund müssen sie schon bei Geschäftsabschluss beispielsweise durch AGB, im Angebotstext oder über einen Kaufvertrag wirksam vereinbart werden. Incoterms regeln dabei nur die Rechte und Pflichten von Käufern und Verkäufern, die sich auf den Gefahr- und Kostenübergang beziehen.

In regelmäßigem Rhythmus passt die ICC die Incoterms an die Anforderungen des Marktes an. Erfahrungen in der Praxis sowie die gestiegenen Sicherheitsanforderungen im internationalen Handel und die Verbreitung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten haben die ICC dazu veranlasst, eine erneute Revision durchzuführen. Die Neufassung der Incoterms 2010 ist seit Januar 2011 in Kraft. Allerdings können auch weiterhin die Vorgängerversionen wie zum Beispiel die Incoterms 2000 auf Wunsch der Geschäftspartner Anwendung finden.

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Aufteilung der Incoterms 2010

Grundsätzlich unterteilen sich die Incoterms 2010 in vier Gruppen. Da in der Regel die Auswahl der Klausel mit Blick auf die Kosten- und Gefahrtragung zwischen Verkäufer und Käufer getroffen wird, sind diese so konzipiert, dass sich die Pflichten des Verkäufers von der E-Gruppe über die Gruppen F und C bis hin zu den D-Klauseln weiter steigern. Entsprechend ist es für Verkäufer also am risikoärmsten, mit seinem Käufer die Klausel Ex Works (EXW) zu vereinbaren. In der D-Gruppe bleiben dagegen alle Kosten und Risiken auf Seiten des Verkäufers. Letztendlich ist immer die individuelle Verhandlungsposition von Verkäufer und Käufer entscheidend, welche Klauseln vereinbart werden.

Übersicht Incoterms 2010

Gruppe E (1)
EXW Ex Works ab Werk (benannter Lieferort)
Gruppe F (2)
FCA Free Carrier frei Frachtführer (benannter Lieferort)
FAS Free Alongside Ship frei Längsseite Schiff (benannter Verschiffungshafen)
FOB Free On Board frei an Bord (benannter Verschiffungshafen)
Gruppe C (3)
CFR Cost and Freight Kosten und Fracht (benannter Bestimmungshafen)
CIF Cost, Insurance and Freight Kosten, Versicherung und Fracht (benannter Bestimmungshafen)
CPT Carriage Paid To frachtfrei (benannter Bestimmungsort)
CIP Carriage and Insurance Paid To frachtfrei versichert (benannter Bestimmungsort)
Gruppe D (4)
DAP Delivered At Place geliefert am Ort (benannter Bestimmungsort)
DAT Delivered At Terminal geliefert ab Terminal (benanntes Terminal im Hafen oder am Bestimmungsort)
DDP Delivered Duty Paid geliefert verzollt (benannter Bestimmungsort)

Auszüge aus einem Beitrag von Udo Cremer




1   Der Exporteur ist von jeglichen Kosten für Transport und Abfertigung der Ware befreit.
2   Der Exporteur entledigt sich seiner Verantwortung mit der Übergabe der Ware an den Frachtführer. Die Kosten des   Haupttransports trägt der Importeur.
3   Hier trägt der Exporteur den Hauptteil der Transportkosten.
4   Der Exporteur übernimmt sowohl die Kosten als auch die Gefahren bis zum Bestimmungsort der Ware.
 
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