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Untersuchung: Jedes zweite Unternehmen wehrt Cyber-Angriffe erfolgreich ab

28.06.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: PwC Strategy (Germany) GmbH.

55 Prozent von 3.000 befragten Unternehmen weltweit haben in den letzten zwölf Monaten einen Cyber-Angriff entdeckt und abgewehrt. Die dadurch verhinderten Schäden sind besonders vielfältig: In vielen Fällen (15 Prozent) konnten die Cyber-Abwehrteams der Unternehmen eine Unterbrechung des laufenden Betriebs verhindern.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Untersuchung „Digital Trust Insights“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Auf Platz zwei der am häufigsten erfolgreich abgewehrten Szenarien durch Attacken aus dem Netz liegt die Vermeidung von Reputationsschäden (12 Prozent). Jedes zehnte Unternehmen konnte zudem den Klau geistigen Eigentums verhindern. Jeweils neun Prozent der Unternehmen gaben an, Strafen durch die Regulierungsbehörden abgewendet und Wertverlust bei zukünftigen Transaktionen vorgebeugt zu haben.

Eine professionelle Cybersicherheit spielt in Unternehmen darum eine immer größere Rolle. 67 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Maßnahmen eingeführt zu haben, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und effektiv zu minimieren. Fast die Hälfte (49 Prozent) hat aktuell signifikante Bedrohungen innerhalb der eigenen Sicherheitsarchitektur entdeckt und beseitigt.

Digitales Vertrauen ist die Währung der Zukunft

„Angesichts der hohen Anzahl der Cyberangriffe, ist die Angst der Menschen vor der Bereitstellung von Daten im Netz nachvollziehbar. Deswegen müssen wir im digitalen Zeitalter Vertrauen nicht als Selbstverständlichkeit betrachten. Wir sprechen von Data Trust“, sagt Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt immer mehr auch davon ab, ob es eine Firma schafft, seine sensiblen Daten zu sichern und bei seinen Kunden digitales Vertrauen zu schaffen. Daher ist es bei zunehmender Produktkomplexität und -vernetzung unerlässlich, Sicherheitsexperten bereits in der Frühphase der Planung mit an den Tisch zu holen. Ein großer Teil der von uns befragten Unternehmen scheint das bereits erkannt zu haben.

Vorreiter setzen sich deutlich vom Durchschnitt ab

In der Studie werden zudem digitale Vorreiter definiert, die sich anhand mehrerer Faktoren, unter anderem dem angegebenen Geschäftserfolg, der Zukunftsprognosen und sowie der Benennung relevanter besetzter Technologie- und Managementstrukturen und -prozesse, zusammensetzen. So nutzten bereits 77 Prozent der Vorreiter „Security by Design“, bei den anderen Unternehmen sind es nur 54 Prozent. Weitere markante Kennzahlen, die Vorreiter von den anderen Unternehmen abgrenzen:

  • 65 Prozent der Vorreiter stimmen stark zu, dass ihre Cyber-Abwehrteams eng ins operative Geschäft eingebunden sind und ihre Cybersicherheits-Strategie unmittelbar mit der Business-Strategie verzahnt ist. Bei den anderen Unternehmen ist dies nur in 15 Prozent der Fall.
  • 89 Prozent der Vorreiter sagen, dass ihre Cybersicherheits-Teams sehr konsistent mit den anderen Risiko-Bereichen des Unternehmens zusammenarbeiten, wenn es um Transformation und digitale Initiativen geht (im Vergleich zu 41 Prozent der anderen Unternehmen).
  • 77 Prozent der Vorreiter stimmen zu, dass ihre Cyber-Experten ausreichend Austausch mit dem Top-Management haben, um Risiken rund um das Kerngeschäft erkennen zu können (im Vergleich zu 22 Prozent der anderen Unternehmen).

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