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TÜV Rheinland: Psychische Belastungen im Lockdown verringern

25.02.2021  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: TÜV Rheinland.

Die vergangenen Monate waren von vielfältigen Veränderungen geprägt: Die Corona-Pandemie hat private sowie berufliche Kontakte eingeschränkt, Homeoffice ist für Viele zur Normalität geworden und in verschiedenen Lebensbereichen müssen neue Lösungen gefunden werden.

„Psychische Belastungen waren schon vor der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema. Aufgrund der veränderten beruflichen Rahmenbedingungen sind nun Weitere hinzugekommen. Digitale Formate und die Videosprechstunde ermöglichen es uns, Unternehmen und ihre Mitarbeitenden in dieser herausfordernden Situation umfassend zu betreuen“, erklärt Iris Dohmen. Sie berät als Psychologin bei TÜV Rheinland Unternehmen und Organisationen verschiedener Branchen zu betriebspsychologischen Fragestellungen.

Individuelle Beratung per Videosprechstunde

Stress, Erschöpfung, Konflikte im Team oder auch eine neue Aufgabe als Führungskraft, die ein eingeschworenes Team „alter Hasen“ übernimmt: Diese Herausforderungen sind typische Anlässe für Führungskräfte oder Mitarbeitende, um eine betriebspsychologische Sprechstunde oder ein Coaching in Anspruch zu nehmen. Durch Homeoffice und veränderte Arbeitsbedingungen kommen nun auch Themen wie der Umgang mit Veränderungs- und Zukunftsängsten oder Teamführung auf Distanz hinzu.

In der Videosprechstunde befinden sich der Teilnehmende und Betriebspsychologen in einem geschützten virtuellen Raum. Vertraulichkeit wird dabei großgeschrieben: Die Psychologen unterliegen bei diesem digitalen Format der Schweigepflicht und die Datensicherheit ist wie bei der betriebsärztlichen Videosprechstunde jederzeit gewährleistet. So können in der Sprechstunde mit den Betriebspsychologen sowie im Coaching sehr persönliche Themen besprochen werden. „Für ein Coaching, das auf mehrere Termine ausgelegt ist, ist die Beziehung zwischen Teilnehmendem und Coach wichtig. Daher sollte ein erstes persönliches Treffen ermöglicht werden. Das kann unter Wahrung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln beispielsweise bei einem gemeinsamen Spaziergang stattfinden. Dieser direkte Kontakt ermöglicht uns, auch nonverbale Signale wahrzunehmen, die bei Online-Formaten mit unbekannten Personen oft nicht so einfach zu erkennen sind“, betont Dohmen.

Digitale Lösungen für Gesundheitstage und Trainings

Interdisziplinäre Podcasts zu aktuellen Themen wie zum Beispiel „Gesund und fit im Homeoffice“ ermöglichen es, einen auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittenen Gesundheitstag zu gestalten. Dazu bieten Arbeitsmediziner, Gesundheitsexperten und Betriebspsychologen unter anderem Inhalte zu Ernährung, Bewegung und Ressourcenmanagement an.

Online-Trainings erfordern von den Teilnehmenden viel Aufmerksamkeit. Daher hat es sich bewährt, Themen wie „Führen aus der Distanz“ oder „Mental fit durch den Lockdown“ in verschiedene Module mit einem Umfang von maximal zwei Stunden aufzuteilen. Die Kombination aus Vorträgen für alle Mitarbeitenden und Übungen in kleineren Gruppen ermöglicht es, Inhalte zu vertiefen. „Um das neue Wissen zu verinnerlichen, reicht ein Vortrag nicht. Daher ist es uns bei Online-Trainings wichtig, über Gruppenarbeit, Umfragen und gemeinsam gestaltete Boards in die Interaktion zu gehen. Das ist, wie bei Präsenzmaßnahmen auch, nur in kleineren Gruppen möglich. Unsere Erfahrung zeigt uns, dass diese Unterstützung für Beschäftigte gerade in der Unsicherheit der Pandemie wichtig ist. Unternehmen zeigen auf diese Art Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden, Wertschätzung für die geleistete Arbeit und tragen dazu bei, die Produktivität der Beschäftigten zu erhalten“, betont Dohmen.

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