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Tarifrunde 2018: Für mehr als 9,7 Millionen Beschäftigte werden neue Vergütungstarifverträge verhandelt – Die Kündigungstermine

05.10.2017  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Hans-Böckler-Stiftung.

Die Tarifrunde 2017 geht in die Schlussphase: In einigen Bereichen wird in den verbleibenden Wochen und Monaten des Jahres noch verhandelt. Dazu gehören z. B. das Gebäudereiniger-Handwerk, der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Teile des privaten Verkehrsgewerbes und der Energiewirtschaft.

Zugleich laufen bereits in vielen Branchen die Vorbereitungen für die Tarifrunde 2018. Insgesamt verhandeln die DGB-Gewerkschaften im nächsten Jahr für mehr als 9,7 Millionen Beschäftigte neue Vergütungstarifverträge. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt der tarifliche Kündigungsterminkalender, den das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung jetzt vorlegt. Einige ausgewählte Beispiele (in Klammern: Beschäftigtenzahlen):

Dezember 2017:
Metall- und Elektroindustrie (3.499.200) Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie Niedersachsen/Bremen, Westfalen-Lippe, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen (177.800)

Januar 2018:
Deutsche Post AG (130.000)
Volkswagen AG West (110.000)
Telekom Deutschland (63.000)

Februar:
Öffentlicher Dienst Bund und Gemeinden (2.480.200) Bauhauptgewerbe (699.000)

März:
Maler- und Lackiererhandwerk, Arb. (o. Saarland, 114.300) Privates Verkehrsgewerbe Baden-Württemberg (o. Südbaden, 87.200)

April:
Hotel- und Gaststättengewerbe Bayern (144.700) Fleischerhandwerk Bayern (25.700)

Mai:
Kautschukindustrie (42.700)

Juni:
Fleischerhandwerk Baden-Württemberg (18.700) Öffentlicher Dienst, Sparten-TV „Nahverkehr“ Berlin (12.500)

Juli:
Chemische Industrie Nordrhein, Hessen, Rheinland-Pfalz (249.900)
Hotel- und Gaststättengewerbe Nordrhein-Westfalen (118.100) Dachdeckerhandwerk (89.400)

August:
Chemische Industrie Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-West (281.600) Druckindustrie (138.000)

September:
Deutsche Bahn AG (134.000)
Privates Verkehrsgewerbe Bayern (119.500)

Oktober:
Privates Verkehrsgewerbe Nordrhein-Westfalen (160.200) Papier und Pappe verarbeitende Industrie (73.200)

November:
Kunststoff verarbeitende Industrie Ost (35.500)

Dezember:
Öffentlicher Dienst Länder (906.200)
Bewachungsgewerbe (o. Sonderbereiche) Schleswig-Holstein (Arb.), Hamburg (Arb.), Bremen (Arb.), Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt (130.700)
Eisen- und Stahlindustrie Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Ost (96.200)

In einigen Branchen wird im kommenden Jahr nicht verhandelt, weil die Verträge bis ins Jahr 2019 gelten. Dies gilt z. B. für den Groß- und Außenhandel, den Einzelhandel sowie das Banken- und Versicherungsgewerbe. Der ausführliche Überblick in der PDF-Version dieser PM informiert über die Kündigungstermine in zahlreichen weiteren Branchen bis Ende des Jahres 2019. In der Tabelle ist auch ausgewiesen, wie viele Beschäftigte in den jeweiligen Tarifbereichen tätig sind.

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