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Rückkehr ins Büro: „Unternehmen müssen künftig mehr bieten als Craft Beer und Tischkicker“

21.07.2021  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Robert Half.

Die Inzidenzen sind niedrig, die „neue Normalität“ hält Einzug in den Arbeitsalltag und viele Unternehmen bereiten sich auf die Rückkehr ihrer Mitarbeitenden ins Büro vor.

Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half, erklärt, welche neuen Bedürfnisse bei Arbeitnehmenden entstehen und worauf Unternehmen achten müssen.

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Eines ist klar: Ein ‚zurück ins Büro‘ wie vor der Pandemie wird es nicht geben. Viele Arbeitnehmer haben sich nach anderthalb Jahren an neue Arbeitsmodelle gewöhnt und die Vorteile schätzen gelernt.

Unternehmen müssen deshalb umdenken und bei der Rückkehr der Mitarbeitenden ins Büro Remote Work und hybride Arbeitsweisen von Anfang an berücksichtigen. Sonst besteht die Gefahr, nicht mehr attraktiv genug für potenzielle Arbeitnehmer und Talente zu sein. Es reicht also nicht mehr aus, auf Benefits wie Craft Beer, Obstschalen und Tischkicker zu setzen. Arbeitnehmende müssen vielmehr die Voraussetzungen haben, kreativ und produktiv zusammenzuarbeiten. Eine Lösung dafür ist, die Architektur der Büros neu zu überdenken: Büroräume geben demnach nicht mehr vor, wie gearbeitet wird, sondern die Aufgaben bestimmen, wie die Räume zu sein haben.

Das heißt: Arbeitnehmer benötigen sowohl Platz für einen kreativen Austausch als auch für spontane Zusammenkünfte. Ebenso muss es Bereiche geben, die über längere Zeit ein ungestörtes Arbeiten ermöglichen. Das ist wichtig für Aufgaben, die viel Konzentration und Ruhe erfordern. Gleichzeitig bieten diese Räume die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten und neue Kraft zu tanken. Auf der anderen Seite braucht es entsprechend Räume für längere Calls oder Konferenzen, die in einem Großraumbüro auf Dauer eher störend für andere Kollegen sind.

Grundsätzlich sollte auch darauf geachtet werden, Event-Bereiche abseits der Küche oder Kantine zu schaffen, in denen sich Mitarbeiter in Pausen oder nach der Arbeit ungezwungen treffen können. Gerade nach den vergangenen Monaten ist es besonders wichtig, die Unternehmenskultur und den Teamspirit zu fördern.

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Der Arbeitsplatz muss abstands- und hygienegerecht eingerichtet sein. Hier gibt es die Möglichkeit, Outdoor-Meetings mit mehreren Personen zum Beispiel auf Terrassen und Balkonen abzuhalten. Eine andere Idee ist, Sitzplätze in Konferenzräumen mit mehreren fest installierten Bildschirmen zu kombinieren, die für Mitarbeitende eine virtuelle Teilnahme am Meeting ermöglichen, ohne persönlich anwesend zu sein. Um einen Überblick über die Auslastung der Büroflächen zu bekommen und überfüllte Büros zu vermeiden, ist darüber hinaus ein Buchungssystem für Arbeitsplätze ein wichtiger Schritt.

Letztlich stellt sich noch die Frage, nach welchen Prinzipien hybrides Arbeiten ermöglicht wird. Hier bietet sich zum Beispiel an, die Anwesenheit im Büro an die Anforderungen der Teamzusammenarbeit zu knüpfen. Kreative Arbeiten, für die mehr Ruhe und längere ungestörte Phasen benötigt werden, können eventuell besser im Home-Office erledigt werden. Müssen größere Projekte, an denen verschiedene Disziplinen beteiligt sind, umgesetzt werden, bietet sich für den besseren und engeren Austausch die Anwesenheit im Büro an.

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Bild: fauxels (Pexels, Pexels Lizenz)

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