Jeder zweite Angestellte kann sich vorstellen, freiberuflich zu arbeiten

28.06.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: XING AG.

Freelancer sind tendenziell glücklicher im Arbeitsleben als Angestellte – das ist ein zentrales Ergebnis einer Studie, die das Institut forsa im Auftrag von „HalloFreelancer“, einem neuen Service von XING, durchgeführt hat. So geben 80 % der Freelancer an, mit ihrer aktuellen beruflichen Situation zufrieden zu sein.

Insgesamt blicken sowohl Freelancer als auch Angestellte positiv in die Zukunft und sehen für sich persönlich vor allem Chancen im sich wandelnden Arbeitsumfeld. Vor allem die heutigen Studenten sehen sich als Profiteure einer neuen Arbeitswelt: Vier von fünf befragten Studenten glauben daran, dass ihnen das neue Arbeitsumfeld (z.B. über die Entstehung neuer Berufsbilder) zugute kommen wird, bei den Angestellten sind es „nur“ drei von fünf Befragten. Im Rahmen der Studie wurden im Mai 2019 mehr als 500 Angestellte, Freelancer und Studenten befragt.

Angela Broer, Vice President Professional Market Places und verantwortlich für HalloFreelancer, unterstreicht die gestiegene Bedeutung des Freelancing: „Durch die Veränderung auf dem Arbeitsmarkt und die positiven Jobaussichten für die nachwachsenden Generationen ist Freelancing mehr als ein Trend, sondern ein essenzieller Bestandteil der modernen Arbeitswelt. Die Studienergebnisse zeigen, dass Freelancer sogar glücklicher im Job sind. Auf diese neue Situation sollten sich Unternehmen und deren Personalverantwortliche unbedingt einstellen.“

Jüngere Generationen sind besonders interessiert am Freelancing

Freiberuflich arbeiten ist ein Trend, der das Potenzial hat, den deutschen Arbeitsmarkt umzuwälzen. Knapp die Hälfte der Festangestellten kann sich grundsätzlich vorstellen, als Freelancer tätig zu werden. Vor allem Jüngere können sich tendenziell eher diese Arbeitsform vorstellen (52% der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren haben das Interesse an einer Freelance-Tätigkeit gegenüber 43% der 30 bis 39-Jährigen).

Die Vorteile des Freelancer-Daseins werden deutlich, wenn man diese mit den Angestellten vergleicht: Freiberuflich Arbeitende haben eher Zeit für die eigene Familie und für Weiterbildung. Demnach nennen diejenigen Angestellten (8%), die sich eine Freelancer-Tätigkeit sehr konkret vorstellen können, auch flexiblere Arbeitszeiten, mehr Unabhängigkeit und eigenständiges Arbeiten als Top-Gründe für einen Wechsel in eine Freelance-Tätigkeit. Abwechslung im Beruf und die Work-Life-Balance sind kommenden Generationen – vor allem Studenten – wichtiger als den älteren Befragten.

Der Mittelstand ist für Freelancer der attraktivste Auftraggeber

Besonders spannende Auftraggeber kommen für die Mehrheit der Freelancer aus dem Mittelstand: 41% wollen vor allem für mittelständische Unternehmen arbeiten, während nur 15% der Freelancer Großkonzerne als Auftraggeber bevorzugen. 67% der Freelancer glauben, dass die Mehrheit der Unternehmen schlecht auf die veränderten Arbeitsbedingungen vorbereitet sind, bei den IT-Angestellten sind es sogar knapp drei Viertel der Befragten. Um als Arbeitgeber weiterhin attraktiv zu bleiben und passend auf die Veränderungen zu reagieren, sollten Unternehmen entsprechende Vorkehrungen treffen. Aber auch Freelancer haben mit Problemen zu kämpfen. Negativ bewertet wird vor allem die aufwendige Form der Akquise. Die Freelancer, die sich einen Wechsel in die Festanstellung vorstellen können, nennen diesen Aspekt sowie die fehlende Sicherheit als Hauptgründe für einen solchen Schritt. Für zwei von fünf Festangestellten ist dies ein Grund, gar nicht erst in eine Freelance-Tätigkeit zu wechseln.

Über die Studie:

Für die Studie hat das Institut forsa im Mai 2019 im Auftrag von HalloFreelancer bundesweit 508 Personen zwischen 18 und 39 Jahren online befragt, darunter 326 Angestellte und 85 Freelancer sowie 96 Studierende. Es wurden Studierende in den Bereichen MINT, Ingenieurwesen, Management sowie Design und Kommunikation befragt.

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