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Zwischen Vertrauen und Kontrolle – was Führungskräfte aus der Krise gelernt haben

14.10.2021  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Hays AG.

Die Mehrheit der Führungskräfte blickt positiv auf wirtschaftliche Entwicklungund bewertet Corona-Pandemie als Innovationstreiber. Hybrides Arbeiten stellt dabei Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Remote Leadership als Balance-Akt zwischen Vertrauen und Kontrolle ist hier das Stichwort.

Die letzten 18 Monate haben die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Der Wechsel ins Homeoffice, die Einführung hybrider Arbeitskonzepte und die intensive Nutzung von Videokonferenz-Tools sind für viele Unternehmen fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden. Inwiefern haben diese Entwicklungen zu einer veränderten Führungskultur geführt und wie nehmen die Führungskräfte selbst die neue Arbeitsrealität wahr? Antworten auf diese Fragen liefert die aktuelle Studie des Personaldienstleisters Hays in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Rheingold. Hierzu wurden branchenübergreifend 750 Führungskräfte aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden online und in explorativen Interviews befragt. Die aktuelle Befragung baut auf der Studie „Anpassung an eine neue Realität – Führung unter Corona“ aus dem letzten Jahr auf.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Insgesamt blickt die große Mehrheit der Befragten optimistisch in die Zukunft: Ganze 79 Prozent der Führungskräfte gibt an, dass ihr Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen wird – verglichen mit der Einschätzung des vergangenen Jahres hat sich die Entwicklung weiterhin positiv verstärkt. Denn trotz negativer Auswirkungen wird die Corona-Pandemie insgesamt als Wachstumstreiber gewertet. Knapp Dreiviertel der Befragten sehen, basierend auf dem Digitalisierungsgrad, neue Chancen und Innovationspotenziale in der Krise. 84 Prozent wollen den digitalen Wandel vorrangig vorantreiben. Auch das ortsunabhängige Arbeiten wird Teil der neuen Arbeitswelt bleiben. So haben mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bereits Homeoffice-Regelungen eingeführt, wobei eine hybride Lösung mit einer Mischung aus Präsenz- und Homeoffice-Tagen das gängigste Modell ist. Dabei ist der Mix aus drei Tagen im Unternehmen und zwei Tagen im Homeoffice der Favorit.

Die Auswirkungen von Corona auf ihre Führungsrolle bewerten die Befragten ambivalent: Zum einen geben Dreiviertel an, dass sie positiv überrascht sind von der reibungslosen Anpassung und der selbstständigen Arbeitsweise ihrer Mitarbeitenden. Zum anderen gestalteten sich die vergangenen Monate für sie sehr herausfordernd. Die Etablierung der neuen Arbeitsrealität, der Umgang mit der Unsicherheit und der gleichzeitigen Forderung nach Orientierung seitens der Mitarbeitenden, verlangten nach neuen Führungsstrategien. Als besondere Herausforderung empfanden die Führungskräfte die fehlende räumliche und persönliche Nähe. Hinzu kommt: Das Führen auf Distanz ist für 70 Prozent der Befragten mit mehr Zeitaufwand und Organisation verbunden. „Der informelle, persönliche Austausch fehlt. Die Führungskraft muss nicht nur mehr Zeit für Briefings und Abstimmungen einplanen, auch individuelle Mitarbeitergespräche sind wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Remote Leadership. Denn Konflikte innerhalb des Teams, ein zu hohes Arbeitsaufkommen oder andere belastende Themen sind aus der Distanz bedeutend schwerer zu erkennen“, resultiert Dirk Hahn, CEO der Hays AG.

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Bild: picjumbo.com (Pexels, Pexels Lizenz)

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