E-Mail heute und morgen – individuell, interaktiv, interessant

06.06.2019  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V..

Die E-Mail ist heute bereits weit mehr als nur elektronische Post, in Zukunft wird sie noch individueller, relevanter und interaktiver werden. Das stellten rund 130 Mailexperten aus 15 Ländern beim 6. CSA Summit 2019 in Köln fest.

Unter dem Motto „E-Mail Just For You“ ging es schwerpunktmäßig darum, wie sich Mailings individueller auf die Bedürfnisse jedes Empfängers zuschneiden lassen. Was motiviert Empfänger zu einer Reaktion und wie wird die Mail für den Empfänger relevanter? Welche Rolle spielen existierende oder noch zu definierende Standards?

„Einer der Trends, die das E-Mail-Marketing entscheidend beeinflussen, ist die stetig wachsende Flut an E-Mails, die täglich im elektronischen Briefkasten landet“, sagt Julia Janßen-Holldiek, Direktorin der Certified Senders Alliance (CSA). Waren es 2018 weltweit rund 280 Milliarden Mails für 3,8 Milliarden E-Mail-Nutzer pro Tag, werden es 2022 nach aktuellen Schätzungen schon 333 Milliarden Mails pro Tag sein. „Ein weiterer Trend betrifft die zunehmende Individualisierung und Personalisierung“, sagt Janßen-Holldiek. Das Marketing und damit die E-Mail müsse individueller und persönlicher werden. Die E-Mail-Empfänger sollen den Eindruck bekommen, dass sie eine persönlich an sie gerichtete Mail mit genau den Informationen erhalten, die für sie nützlich sind.

Empfänger gezielt ansprechen und zu Aktionen motivieren

Julia Janßen-Holldiek erläuterte zu Beginn, wie die CSA als Bindeglied zwischen Massenversendern und Mailboxprovidern agiert, damit die E-Mail auch in Zukunft ein etabliertes, informatives und sicheres Marketinginstrument bleibt. Größte Herausforderung für die CSA und deren Mitglieder war im vergangenen Jahr sicherlich die Umsetzung der Anforderungen der neu in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Aber auch abseits gesetzlicher Vorgaben arbeitet die CSA stetig daran, neue Qualitätsstandards für kommerzielle Mailings festzulegen und zu etablieren. Aktuell vertritt die CSA 115 zertifizierte Versender und kooperiert mit über 50 internationalen Mailbox-Providern und Technologiepartnern.

Wenn es dann noch gelingt, den Empfänger zu einer Interaktion zu motivieren, hat die Mail schon weit mehr erreicht als viele Milliarden weiterer Mails, die täglich verschickt werden. Wie eine solche Interaktion aussehen kann, erläuterte Mark Robbins, Senior Product Manager bei Salesforce. Er zeigte an ausgewählten Beispielen auf, wie Empfänger in interaktiven E-Mails agieren können, welchen Mehrwert man dem Empfänger dadurch bietet, und welche technischen Aspekte zu berücksichtigen sind.

Mithilfe der CSA die Qualität von E-Mails verbessern

Customer Engagement, Individualisierung und Personalisierung sind wichtige Aspekte des E-Mai-Marketings, Basis sind unter anderem transparente technische Standards. Magnus Eén von Westwing und Dr. Conny Junghans von 1&1 zeigten auf, wie man mit schema.org und strukturierten Daten die Qualität von E-Mails verbessern und die wichtigsten Informationen standardisiert zur Verfügung stellen kann. schema.org ist ein Gemeinschaftsprojekt von Google, Microsoft, Yahoo und Yandex und stellt in sogenannten Schemas ergänzende Informationen auf Webseiten, aber auch in E-Mails bereit. So sieht der Empfänger einer E-Mail sofort die für ihn wichtigen Informationen und kann darauf reagieren. Das schafft Vertrauen und verbessert die User-Experience.

Standards spielten auch im abschließenden Vortrag von Marcel Becker von der Verizon Media Group und Seth Blank von Valimail eine tragende Rolle. Zunächst aber stellten sie fest, dass immer noch über 70 Prozent der Konsumenten für die Kommunikation zwischen Marke und Konsument die E-Mail bevorzugen. In Sachen ROI ist das E-Mail-Marketing ihrer Meinung nach mit Abstand die führende Kommunikationsebene und sie werde dank neuer Standards und Technologien wie BIMI, AMP und SCHEMA in den kommenden Jahren weiterwachsen.

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