Akademie
VideoCampus
Fachliteratur
Software
Themen
Dashöfer
  • Seminare
  • Lehrgänge
  • Tagungen
  • Online-Seminare
  • Inhouse

Baukonjunktur im Januar 2018: Milde Witterung sorgt für starken Start

05.04.2018  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: IG BAU.

Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe lag im Januar 2018 um 5,1 % über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden der Betriebe übertraf das Vorjahr um 37 %. Hier wirkte sich die milde Witterung massiv aus. Auch der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Januar um 21 % über dem Vorjahr.

Im Berichtsmonat lagen die Auftragseingänge in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten preisbereinigt insgesamt um 5,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Sie stiegen dabei im Hochbau um 5,1 % und im Tiefbau um 5,6 %. Seite 2 von 3

Die Auftragslage der einzelnen Bausparten fiel in diesem Zeitraum durchgängig positiv aus. Der Zuwachs im Wohnungsbau um 6,7 % und im Wirtschaftshochbau mit + 4 % stützt seither das Gesamtergebnis. Der Straßenbau (+ 3,9 %) weist wie auch der sonstige Tiefbau mit 6,5 % ebenfalls starke Zuwachsraten auf.

Die Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe lagen im Februar 2018 laut ifo-Befragung mit 3,3 Monatsproduktionen erstmals seit langem unter dem hohen Stand des Vorjahresmonats von 3,5.

Das Geschäftsklima der befragten Baubetriebe stieg im gleichen Monat im Vorjahresver- gleich erneut deutlich um 7 Punkte an. Die Geschäftserwartungen lagen erstmals um 2 Punkte unter dem Vorjahresniveau, aber weiterhin auf hohem Niveau.

Die Zahl der Baugenehmigungen in neu errichteten Gebäuden lag in den im Jahr 2017 um 5,3 % unter dem Vorjahresstand. Dieser Rückgang ist aber überwiegend auf abnehmende Genehmigungen in Wohnheimen (Flüchtlinge) zurückzuführen. 2017 lagen nur noch die Genehmigungszahlen von Mehrfamilienwohnungen auf Vorjahresniveau. Der Rückgang bei den Einfamilienhäusern in diesem Zeitraum (- 5 %) sowie der Wohnheime um 41 % führte insgesamt zur negativen Gesamtentwicklung. Im Nichtwohnungsbau waren es + 0,3 %. Im Jahr 2016 hatte der Anstieg bei den neu errichteten Gebäuden noch 20,5 % betragen.

Die Ergebnisse der Baufertigstellungen lagen 2016 mit rund 278.000 Wohnungsfertig-stellungen zwar um 12 % über dem Vorjahreswert. Sie sind damit aber immer noch deutlich von den jährlich notwendigen mindestens 400.000 Einheiten entfernt, zumal die Nettozuwanderung nach Deutschland jenseits von Flüchtlingen weiter anhält. 2017 wird mit ca. 300.000 Fertigstellungen gerechnet.

Die Baupreissteigerungen haben sich im 4. Quartal 2017 weiter beschleunigt: Sie lagen gegenüber dem Vorjahr in einer Spanne von 3,4 % bis 4,6 %. Darunter bei Bürogebäuden um 3,7 %, im Wohnungsneubau bei 3,4 %, für Wohnungsinstandhaltung bei 3,7 % und im Straßenbau sogar bei 4,6 %.

Es hängt für den Bau auch in diesem Jahr viel von der Entwicklung der mit rund 60 % größten Bausparte, dem Wohnungsbau ab. Sowohl im Neubau als auch im Bestand, der mehr als 80 % der Bauleistung ausmacht. Hier sieht es bislang hinsichtlich der Bautätigkeit weiterhin gut aus, allerdings mit rückläufigen Genehmigungszahlen.

Trotz weiterhin sprudelnder Steuerquellen fehlen im öffentlichen Bau die dringend benötigten Infrastrukturinvestitionen, vor allem in den finanzschwachen Kommunen.

Das Statistische Bundesamt geht von einem Anstieg der Bauinvestitionen in 2017 um 2,6 % und damit mehr als in der Gesamtwirtschaft (2,2 %) aus. Das Herbstgutachten der 5 Wirtschaftsforschungsinstitute prognostiziert für 2018 +2,8 % und 2019 2,6 % Zuwachs. Seite 3 von 3

Wichtiger Hinweis: Die oben ausgewiesenen Daten des Statistischen Bundesamtes zu Beschäftigung, Arbeitsstunden, Umsatz und Auftragseingang betreffen ab Januar 2017 nur noch Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Seither liefert das Statistische Bundesamt zudem nur noch Veränderungsraten für diese Gruppe von Betrieben, da die Mehrzahl der Baubetriebe nicht mehr erfasst wird. Somit sind Aussagen über die Gesamtzahl z.B. der Beschäftigten erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Kennen Sie schon unseren neuen News­letter Digitalisierung aktuell?

nach oben