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Auch ohne Corona: Homeoffice gewinnt an Bedeutung

18.06.2020  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV).

Homeoffice war in den letzten Wochen für viele Unternehmen eine gute Option, die Corona-Pandemie zu meistern. Eine repräsentative Befragung im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt jedoch, dass die Zahl von Berufstätigen im Homeoffice schon innerhalb der letzten drei Jahre zugenommen hat.

Befragt wurden rund 2.000 Erwerbstätige. Demnach hatten bereits im Jahr 2019 35 % der Befragten die Möglichkeit, ihre Arbeit von zu Hause aus oder unterwegs zu erledigen. Das ist ein Plus von sieben % gegenüber der letzten Erhebung 2016. Interessant ist auch der Geschlechtervergleich. Während bei den Männern 39 % mobil arbeiten können, sind es bei den Frauen nur 29 %. Mit 44 % machen vor allem Führungskräfte von dieser Option Gebrauch. Unter allen Beschäftigten ohne Personalverantwortung liegt der Anteil bei 29 %.

Homeoffice besser für Work-Life-Balance als Gleitzeit

Die Befragung rund um das Thema Flexibilisierung ist Bestandteil des iga.Barometers, das regelmäßig einen Überblick über den Stellenwert von Arbeit liefert. Diesem zufolge ist Homeoffice besser für die Work-Life-Balance als Gleitzeit: 44 % der Homeoffice-Beschäftigten gaben an, Privates und Berufliches gut vereinbaren zu können. Bei Gleitzeit lag der Anteil nur bei 40 %. Besser für die Work-Life-Balance ist laut der Studie dagegen die Vertrauensarbeitszeit: 51 % der Befragten mit diesem Arbeitsmodell gaben an, Arbeit und Privatleben gut vereinbaren zu können.

Für zwei Drittel der Arbeitnehmer gelten Gleitzeitregelungen

Neben Homeoffice bzw. mobilem Arbeiten wurden auch weitere Möglichkeiten der flexiblen Arbeitsgestaltung erhoben. So gaben 68 % an, dass sie Gleitzeitregelungen nutzen können. Vor drei Jahren waren es noch vier % mehr. Nahezu gleich, 29 % gegenüber 28 % im Jahr 2016, blieb die Anzahl der Personen, die auf Basis von Vertrauensarbeitszeit beschäftigt sind.

Flexibles Arbeiten und Digitalisierung sind eng miteinander verknüpft, auch das belegt das aktuelle iga-Barometer. Von den Personen, bei denen Digitalisierung im Job gar keine Rolle spielt, können nur 33 % ihre Arbeit selbstbestimmt gestalten. Bei Berufstätigen, die in sehr hohem Maße digital arbeiten, greifen 69 % auf die Möglichkeit einer flexiblen Arbeitsgestaltung zurück.

Das iga.Barometer 2019 hat das Schwerpunktthema Sinn und Arbeit. Es liefert Auswertungen zu zentralen Fragen rund um Arbeit und Gesundheit: zum sozialen Miteinander, dem Stellenwert der Arbeit für Beschäftigte, zu Gesundheitsförderung und Arbeitsgestaltung, zu Flexibilisierung von Arbeit sowie zu den arbeitsbedingten Risiken. Alle Ergebnisse sind im neuen iga.Report 43 nachzulesen. Dieser ist online abrufbar unter: www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte

Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen. Ziel der Initiative ist es, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung vorzubeugen. iga ist eine Kooperation von BKK Dachverband e. V., der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).

www.iga-info.de

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Bild: Marcus Aurelius (Pexels, Pexels Lizenz)

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