Leitfaden gegen Diskriminierung für Behörden

10.06.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Wie lässt sich Diversity wirkungsvoll in Berhörden umsetzen? Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat einen kostenlosen Praxis-Leitfaden herausgegen.

Trotz vielerlei Anstrengungen spiegelt sich die Vielfalt der deutschen Gesellschaft in den Verwaltungen oft nicht wider – Personalerhebungen in Bund, Ländern und Kommunen belegen es. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat einen Leitfaden für Behörden mit Hinweisen dazu herausgebracht, wie Diversity besser verankert werden kann. "Wir wollen mit unserem Praxis-Leitfaden dazu beitragen, mehr Vielfalt in die deutschen Ämter und Behörden zu bekommen – und wir wollen gezielte Strategien gegen Diskriminierung etablieren", sagte Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, am Montag in Berlin.

Der Leitfaden "Schritt für Schritt für mehr Diversity und weniger Diskriminierung in öffentlichen Institutionen" zeigt Möglichkeiten auf, wie Diversity und Antidiskriminierung umgesetzt werden können – ob in der Ausbildung von Nachwuchskräften, bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Personalentwicklungs- und beurteilungsverfahren und durch geeignete Schulungen. Beispielhafte Fragen veranschaulichen zudem, wie Diversity-Kompetenz als Fachwissen, als soziale Fertigkeit und als Erfahrungswissen im Bewerbungsgespräch erfasst werden können.

Abgerundet wird der Leitfaden mit einer Ideensammlung unter dem zentralen Leitgedanken, Diversity und Antidiskriminierung niedrigschwellig in die Verwaltung einfließen zu lassen und alle Mitarbeitenden konstant darauf aufmerksam zu machen.

Der Praxisleitfaden kann hier kostenfrei bestellt oder als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im August 2006 gegründet worden. Ziel des Gesetzes ist es, Diskriminierung aus rassistischen Gründen oder wegen ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.


Kennen Sie schon unseren neuen News­letter Digitalisierung aktuell?

nach oben