Inklusion ist, wenn Menschen mit und ohne Behinderung Seite an Seite arbeiten

16.04.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen .

Rund 250 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen beschäftigen Menschen mit Behinderung zusammen mit Nichtbehinderten. Damit ist die Zahl der Integrationsunternehmen seit 2010 um 40 % gestiegen.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zieht ein positives Zwischenfazit zum Thema Integration von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Demnach sei die Inklusion von Menschen mit schweren Behinderungen im ersten Arbeitsmarkt in NRW ein gutes Stück vorangekommen. „Wir haben heute fast 250 Integrationsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Allein seit 2010 ist die Zahl der Integrationsunternehmen um mehr als 40 Prozent gestiegen. In diesen Unternehmen arbeiten bis zu 50 Prozent Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt Seite an Seite mit Menschen ohne Behinderungen“, sagte Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer in Münster bei der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe organisierten LWL-Messe der Integrationsunternehmen.

Fast 2.600 Menschen mit schweren Behinderungen haben in einem der 248 Integrationsunternehmen in NRW einen Arbeitsplatz gefunden, betonte Dr. Schäffer, insgesamt arbeiten dort etwa 5.600 Menschen. „Diese Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt“, sagte der Staatssekretär weiter, „deshalb fördert das Land mit seinem Programm ‚Integration unternehmen!’ jährlich mit 2,5 Millionen Euro die Schaffung von bis zu 250 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen.“ Die Landschaftsverbände beteiligen sich mit Mitteln in gleicher Höhe.

„Arbeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Denn Arbeit ist mehr als Broterwerb, sie bedeutet gesellschaftliche Anerkennung“, so der Staatssekretär weiter. „In den Integrationsunternehmen können Menschen mit und ohne Behinderungen voneinander lernen und von den jeweiligen Stärken des Anderen profitieren.“

Als ein gutes Beispiel nannte Dr. Schäffer die Schrimpf und Schöneberg GmbH & Co KG in Hagen-Hohenlimburg, die unter anderem Metallfedern für die Automobilindustrie herstellt: „Um die schwerbehinderten Beschäftigten der Integrationsabteilung besser in die betriebliche Gemeinschaft einzugliedern, wurde ein Rotationsverfahren eingeführt. Dabei tauschen die nichtbehinderten Beschäftigten des Hauptsitzes und die der Integrationsabteilung, die an gleichen Maschinen arbeiten, wöchentlich ihre Arbeitsplätze. Das ist eine gute Sache!“

Die Inklusion in Ausbildung und Arbeit ist ein wichtiges Handlungsfeld des Aktionsplans „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“, mit dem alle Ressorts der Landesregierung die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen voranbringen wollen.


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