Gericht lehnt Eintragung eines dritten Geschlechts ab

23.10.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Amtsgericht Hannover.

Entweder "männlich", "weiblich" - oder die Angabe ganz weglassen. Das Amtsgericht Hannover erkennt in der Personenstandssache "Fall Wanja" keine Alternative bei der Geschlechtsangabe an.

Das Amtsgericht Hannover hat im schriftlichen Verfahren einen Antrag auf Änderung der Geschlechtsangabe von „weiblich" in „inter" oder „divers" abgelehnt. Die erkennende Richterin Frau Gudrun Eichloff-Burbließ stellte fest, dass nach §21 Abs. 1 Nr. 3, 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PstG) das Geschlecht mit „weiblich", „männlich" oder ohne eine solche Angabe einzutragen ist. Die Angabe des Geschlechts mit „inter" oder „divers" ist gesetzlich nicht vorgesehen. Das Gericht hat eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht nicht für notwendig erachtet, da nicht zu erkennen sei, dass die gesetzliche Regelung gegen die Verfassung verstößt.

Gegen diese Entscheidung ist die Beschwerde zulässig, sie ist binnen eines Monats einzulegen.


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