Gender Pay Gap ade? - Einigung bei Koalitionsverhandlungen erzielt

14.11.2013  — Iris Bülow.  Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.

Gleicher Lohn für Männer und Frauen und dabei mehr Transparenz: Im Zuge der Koalitionsverhandlungen hat sich die Arbeitsgruppe Familie, Frauen und Gleichstellung auf gemeinsame Ziele geeinigt.

Der mittlere Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen beträgt gegenwärtig 22 Prozent. In den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD ist nun zu diesem Thema ein Beschluss erzielt worden. Demnach wird eine mögliche Große Koalition folgende Ziele anstreben und per Gesetz neu regeln:

Die Tarifpartner sollen verpflichtet werden, Unterschiede bei Lohn und Gehalt abzubauen. Tarifkommissionen müssen dazu ausgewogen mit Frauen und Männern besetzt sein. Auch die Arbeitnehmer sollen einen individuellen Anspruch darauf haben, Lohnunterschiede zu erfahren.

Große Unternehmen haben zukünftig verpflichtend ihre Konzepte und Maßnahmen zur Überwindung der Lohnungleichheit zu dokumentieren. Private Unternehmen und der öffentliche Dienst werden verpflichtet, anonymisierte Entgeltberichte intern zu veröffentlichen.

Um auf die Lücke in der Entgeltzahlung zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hinzuweisen, hat der Verein Business and Professional Women 2008 den deutschen Equal Pay Day ins Leben gerufen. Dieser Tag markiert den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen über ein Jahr hinaus mehr arbeiten müssen, um denselben Lohn zu erhalten wie ihre männlichen Kollegen innerhalb eines Jahres. Der Tag liegt alljährlich an einem Termin Ende März.

Übersichtliche Informationen zu gegenwärtigen Verdiensten und Verdienstunterschieden stellt das Statistische Bundesamt auf seinen Seiten zur Verfügung.


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