Gegen pauschalen Betrugsverdacht bei Debatte um "Armutsmigration"

03.01.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, warnt angesichts der aktuellen Debatte um Armutszuwanderung vor fremdenfeindlichen und populistischen Untertönen in der Diskussion.

Der pauschale Betrugsverdacht gegenüber Zuwanderern insinuiere „eine massenhafte Zuwanderung in die Sozialsysteme“, sagte Lüders. „Populistische Debatten, die immer wieder gern im Vorfeld von Wahlen begonnen werden, bereiten den Boden für Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Fakt ist: Die Mehrzahl der Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien sind qualifizierte Arbeitskräfte, die Deutschland dringend braucht. Ausgrenzungsdebatten sind Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land – und sie verhindern Integration. Das belegen die Beratungspraxis und auch mehrere Studien der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.“

Die Antidiskriminierungsstelle verweist hierzu auf die Studien „Wechselwirkung zwischen Diskriminierung und Integration“ (Februar 2013) sowie „Benachteiligungserfahrungen von Personen mit und ohne Migrationshintergrund“ (Dezember 2012).


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