Fachkräfte mit Migrationshintergrund in der Verwaltung: Berlin macht es vor

13.01.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen Berlin.

Vielfalt willkommen - ab sofort wirbt der Berliner Senat mit der Kampagne „Mach Berlin zu deinem Job“ an Berliner Hochschulen um Absolventinnen und Absolventen mit Migrationshintergrund.

Ziel der Kampagne ist, den Anteil an qualifizierten Fachkräften mit Einwanderungsgeschichte im öffentlichen Dienst zu erhöhen – für die Berliner Verwaltung nach eigener Aussage ein wichtiger Schritt.

„Berlin ist die Stadt der Vielfalt. Ob in der Kita oder in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit: Die Berlinerinnen und Berliner gestalten tagtäglich das Zusammenleben mit Menschen aus vielen verschiedenen Nationen. Etwa ein Viertel von ihnen hat eine Einwanderungsgeschichte, das sind circa 900.000 Menschen. Ihr Anteil unter den Beschäftigten der Berliner Verwaltung ist jedoch viel geringer. Hier setzen wir mit unserer neuen Kampagne „Mach Berlin zu deinem Job“ an“, so Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen. „Die Kampagne hat ein klares Ziel: Die Vielfalt der Stadt soll sich auch in der Verwaltung widerspiegeln. Die Kompetenzen und Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten sind wertvoll für die Berliner Verwaltung und tragen dazu bei, dass Berlin bunter und lebenswerter wird.“

Die Kampagne ist ein Baustein der interkulturellen Öffnung der Berliner Verwaltung. 2010 hat Berlin als erstes Bundesland ein Partizipations- und Integrationsgesetz verabschiedet und die interkulturelle Öffnung von Verwaltung und sozialen Diensten gesetzlich festgeschrieben. Mit dem Gesetz soll die Chancengerechtigkeit erhöht und struktureller Diskriminierung, die Migrantinnen und Migranten den Einstieg in den öffentlichen Dienst erschwert, entgegengewirkt werden.

„Den Fachkräftemangel bekommt auch die Berliner Verwaltung zu spüren. Junge, engagierte Hochschulabsolventinnen und -absolventen werden zukünftig dringend gebraucht. Wir stellen aber leider immer wieder fest, dass gerade hochqualifizierte Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit Einwanderungsgeschichte den öffentlichen Dienst nur selten als Joboption in Betracht ziehen“, so Senatorin Kolat weiter. „Mit der Kampagne möchten wir mit Vorurteilen aufräumen und zeigen, wie vielfältig die Arbeit in der Berliner Verwaltung ist. Denn wo, wenn nicht hier, kann man sein direktes Umfeld aktiv mitgestalten? Unsere Botschaft ist: Entscheide dich für die Berliner Verwaltung als Arbeitgeber – und mach Berlin zu deinem Job!“

Die Kampagne wirbt an Berliner Hochschulen mit Plakaten und Postkarten sowie mit Online-Bannern, um Studierende auf die Berliner Verwaltung als Arbeitgeber aufmerksam zu machen; darüber hinaus informieren ein Flyer und die Website www.mach-berlin-zu-deinem-job.de über die beruflichen Perspektiven.

Vier Beschäftigte aus verschiedenen Verwaltungen werden ihre Praxiserfahrungen auf den Kampagnenmedien schildern. Auf dem Online-Portal berichten sie über ihren Jobeinstieg und den Berufsalltag in der Berliner Verwaltung. Die Kampagnenwebsite informiert außerdem darüber, welche beruflichen Perspektiven ihnen mit ihrem Studienfach in der Berliner Verwaltung offenstehen, wo sie sich bewerben können und wie und warum sich die Berliner Verwaltung interkulturell öffnet.

Weitere Infos: www.mach-berlin-zu-deinem-job.de


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