Antidiskriminierungsstelle des Bundes startet Projekt 'Gleicher Lohn'

12.11.2013  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt rund 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Jetzt startet die Antidiskriminierungsstelle das Projekt „Gleicher Lohn“.

In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt rund 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. "Es liegt im ureigenen Interesse von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen, dass Frauen in der Entlohnung nicht benachteiligt werden"“, sagte Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Die Anwendung des Lohnmessverfahrens sei dafür ein wichtiger, erster Schritt. Ergebnisse des Checks werden dabei nicht öffentlich gemacht, sondern in den Unternehmen unter Einbeziehung der jeweiligen Personalvertretungen einer genauen Prüfung unterzogen. "Schon die Teilnahme am Projekt „Gleicher Lohn“ setzt ein deutliches Signal an die Belegschaft und die Kunden eines Unternehmens oder einer Institution, dass das Ziel der Entgeltgleichheit ernst genommen wird"“, sagte Lüders. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes rief weitere Unternehmen auf, sich dem Projekt „Gleicher Lohn“ anzuschließen und der von der Antidiskriminierungsstelle geförderten Lohnmessung zu unterziehen.

Die Deutsche Telekom AG, die bayerische Landeshauptstadt München sowie die K+S Aktiengesellschaft prüften ihre Entgeltstruktur bereits mit dem Lohnmessverfahren eg-check.de auf eventuelle Ungleichbehandlungen und deren finanzielle Auswirkungen.

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