„Geschlechtergerechtigkeit im Kontext sozialer Verantwortung“

28.07.2014  — Online-Redaktion Verlag Dashöfer.  Quelle: Universität Vechta.

Universität Vechta organisiert Abschlusstagung zum Verbundprojekt GEMAINSAM und stellt Ergebnisse vor.

Am 18. Juli 2014 fand an der Universität Vechta die Fachtagung unter dem Oberthema „Geschlechtergerechtigkeit im Kontext sozialer Verantwortung - Empirische Befunde und praktische Implikationen zu den Säulen des sozialen Miteinanders“ statt. Sie bildete den Abschluss zum Verbundvorhaben „GEnderMAINStreAMing. Veränderungen erreichen (GEMAINSAM)“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert wird. Organisiert wurde die Tagung durch den Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie an der Universität Vechta von Univ.-Prof. Dr. Martin K.W. Schweer, der die Leitung des Projektes inne hat. Dargestellt wurden die zentralen Ergebnisse des dreijährigen Projektes, das in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Soziale Arbeit in Vechta (Frau Univ.-Prof.‘in Dr. Nina Oelkers) sowie dem Lehrstuhl für Theorie und Methodik der Beratung an der Universität Kassel (Univ.-Prof.‘in Dr. Heidi Möller) durchgeführt wurde.

In seiner Begrüßung sprach Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Lennartz über die hohe Bedeutung von Gender Mainstreaming und Frauenförderung an der Universität Vechta und stellte heraus, dass die Umsetzung hier im Vergleich zu anderen Universitäten bereits vorangeschritten ist, weitere Maßnahmen zur Förderung von Frauen jedoch auch hier erforderlich sind und zukünftig weiter verstärkt fokussiert werden.

In seinem anschließenden Vortrag stellte Univ.-Prof. Dr. Martin K.W. Schweer das im Projekt entwickelte Konzept des Genderbewusstseins, die theoretische Ausgangsbasis sowie die zentralen Forschungsergebnisse des Verbundvorhabens GEMAINSAM vor. Er verdeutlichte dabei zentrale zu berücksichtigende Aspekte des Genderbewusstseins (u.a. die individuellen Fähigkeiten einer Person, kontextspezifische Problematiken, unterschiedliche Lebensrealitäten, Ungleichheiten hinsichtlich beider Geschlechter in den verschiedenen Lebensbereichen, Grad der Reflexionsfähigkeit). Weiterhin stellte Univ.-Prof. Dr. Martin K.W. Schweer in seinem Vortrag den Entwicklungsprozess eines Diagnoseinstruments vor, mit dem es erstmals möglich ist, Genderbewusstsein empirisch fundiert zu messen. Das Ergebnis bietet die Möglichkeit, adressatengenau passende Schulungsmaßnahmen für Zielgruppen mit unterschiedlichem Genderbewusstsein anzubieten.

Bereichert wurde die Veranstaltung durch die Key-Note von Frau Univ.-Prof.‘in Dr. Dorothee Alfermann (Universität Leipzig) mit dem Titel „Frauen an die Spitze? Von Glasdecken, Arbeitsplatzstrukturen und Familiendynamiken“. Sie zeigte auf, wie Geschlechterrollenstereotype und Geschlechterrollenerwartungen in verschiedenen Lebensbereichen wirken und so das Handeln von Personen beeinflussen. Ihre Ausführungen wurden durch Beispiele der Karriereentwicklung von Ärztinnen ergänzt.


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