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Wie sind Nachforderungen aus einer Betriebsprüfung zu buchen?

dasFiBuWissen-News [ Stand: 29.04.2015 ]
Autor: Oliver Glück
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH

Resultieren aus einer Betriebsprüfung Nachzahlungen, sind diese aufwandswirksam zu buchen. Es handelt sich bei den Nachzahlungen um sog. periodenfremde Aufwendungen i.S.d. § 277 Abs. 4 Satz 3 i.Vm. Satz 2 HGB, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind und hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Art im Anhang zu erläutern sind, soweit die ausgewiesenen Beträge für die Beurteilung der Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Neben der eigentlichen Nachzahlung fallen üblicherweise noch Nachzahlungszinsen an. Der Zinslauf beginnt dabei i.d.R. 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist (§ 233a Abs. 2 Satz 1 AO). Diese Nachzahlungszinsen mindern handelsrechtlich bzw. in der Buchführung den Gewinn; als Nebenleistungen müssen sie aber bei Kapitalgesellschaften steuerlich wieder korrigiert (d.h. außerbilanziell hinzugerechnet) werden, § 10 Nr. 2 KStG.

Die eigentlichen Steuernachzahlungen für Körperschaft- oder Gewerbesteuer werden unter dem GuV-Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" (Posten Nr. 18 in der GuV nach dem Gesamtkostenverfahren bzw. Nr. 17 in der GuV nach dem Umsatzkostenverfahren) ausgewiesen. Nachzahlungen für Umsatzsteuer könnten unter den sonstigen Steuern erfasst werden.

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