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Unterkapitalisierung

Bilanzierung [ Stand: 23.01.2020 ]
Autor: Dirk J. Lamprecht
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Unter bestimmten Umständen kann auch bei der Haftung einer GmbH eine Durchgriffshaftung zum Tragen kommen. Dies kann zum Beispiel bei einer Unterkapitalisierung der GmbH vorkommen. Dirk J. Lamprecht erklärt die Unterkapitalisierung näher.

Bei einer GmbH haftet gegenüber den Gläubigern nur das in der Gesellschaft vorhandene Gesellschaftsvermögen, § 13 Abs. 2 GmbHG. Damit haftet grundsätzlich nicht das (persönliche) Vermögen der Gesellschafter. Das Trennungsprinzip ergibt sich, da die GmbH eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzt.

Hingegen sieht die Rechtsprechung unter bestimmten Umständen eine sog. Durchgriffshaftung vor, sofern ein Rechtsmissbrauch gegeben ist; dieser kann ggf. bei einer Unterkapitalisierung der GmbH vorliegen.

Gedanke der Rechtsprechung ist, dass über die Eigenständigkeit und Selbstverantwortlichkeit der juristischen Personen nicht leichtfertig hinweggegangen werden darf, eine Durchbrechung des Trennungsprinzips aber in Ausnahmefällen möglich und auch erforderlich ist, wenn „die Wirklichkeiten des Lebens und die Macht der Tatsachen“ eine solche Durchbrechung erfordern.*

Weitere Gründe für eine Durchgriffshaftung sind beispielsweise „undurchsichtige Buchführung mit der Vermischung von Vermögen“

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