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Thema der Woche: Teilwertzuschreibung bei Fremdwährungsdarlehen

Bilanzierung [ Stand: 07.03.2017 ]
Autor: Timm Haase
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Das Finanzgericht Baden-Württemberg hatte sich in seinem Beschluss vom 8. März 2016 (2 V 2763/15) mit der Frage zu befassen, wann bei einem unbefristeten Darlehen in Fremdwährung von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, wenn dieses Darlehen Kursschwankungen unterliegt.

Sachverhalt

Eine GmbH hatte im Jahr 2006 ein auf Schweizer Franken lautendes Darlehen aufgenommen, das nicht befristet, allerdings verzinslich war. Im Zuge der Finanzkrise verteuerte sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro erheblich, sodass für das Darlehen in den Bilanzen 2008 bis 2010 der GmbH eine Teilwertzuschreibung durchgeführt wurde. Diese Teilwertzuschreibung nahm die GmbH ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung vor.

Das Finanzamt erkannte die Werterhöhung des Darlehens bzw. die dadurch verursachte Gewinnminderung der GmbH nicht an. Zur Begründung führte es an, dass bei einer Restlaufzeit des Darlehens von mehr als einem Jahr nicht mit ausreichender Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass eine Werterhöhung von Dauer sei. Vielmehr könne sich diese Werterhöhung bis zur Fälligkeit wieder ausgleichen, somit sei das Darlehen mit seinem ursprünglichen Rückzahlungsbetrag zu bewerten.

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