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Thema der Woche: Doppelte Haushaltsführung innerhalb einer Gemeinde

dasFiBuWissen-News [ Stand: 30.08.2016 ]
Autor: Timm Haase
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Zu der Frage, ob eine doppelte Haushaltsführung innerhalb einer Großstadt oder einer Gemeinde möglich ist, hat sich das Finanzgerichts Baden-Württemberg mit Urteil vom 16.6.2016 (Az. 1 K 3229/14, veröffentlich am 19.8.2016) geäußert. Bis zur Entscheidung des Revisionsverfahrens beim BFH (Az. VI R 2/16) scheint die Frage geklärt.

Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer an seinem Lebensmittelpunkt einen eigenen Hausstand unterhält sowie am Ort seiner beruflichen Tätigkeit eine erste Tätigkeitsstätte hat und dort auch wohnt.

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Urteilsfall

Streitig ist, ob die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsführung im Streitjahr vorlagen. Die Kläger sind zusammenveranlagte Eheleute. Der Kläger ist nichtselbständig in B tätig. Bis zur Abmeldung der Wohnung im April 2013 wohnten die Eheleute in A in einem Haus mit 160 qm. Der Kläger mietete ab Februar 2013 eine Zwei-Zimmerwohnung mit 53 qm in C an. Zudem mietete die Klägerin ab April 2013 eine Drei-Zimmerwohnung mit 82 qm in A an. Im Dezember 2013 teilte der Kläger dem Finanzamt mit, dass er beabsichtige, eine Eigentumswohnung in D zu kaufen und diese ab April 2014 zu nutzen. Diese Wohnung befinde sich im Einzugsbereich seiner regelmäßigen Arbeitsstätte, so dass nach wie vor ein schnelles und unmittelbares tägliches Aufsuchen der Arbeitsstätte möglich sei. Eine Änderung des bislang gewährten Jahresfreibetrags durch das Finanzamt erfolgte daraufhin nicht. In der Einkommensteuererklärung für das Streitjahr setzte der Kläger Mehraufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung an, die das Finanzamt jedoch nicht anerkannte. Eine ausschließliche oder weit überwiegende berufliche Veranlassung sei aufgrund der Gesamtumstände nicht gegeben. Zudem liege die zeitliche Ersparnis für das tägliche Aufsuchen der regelmäßigen Arbeitsstätte unter einer Stunde, so dass ein Abzug der Aufwendungen als Werbungskosten nicht in Betracht komme.

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