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Thema der Woche: Bekanntmachung neuer Standards des DRSC

dasFiBuWissen-News [ Stand: 08.03.2016 ]
Autor: Timm Haase
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Foto: Marko Greitschus / www.pixelio.de
Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) weist darauf hin, dass das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) am 23. Februar 2016 diverse Deutsche Rechnungslegungs Standards (DRS) im Bundesanzeiger bekannt gemacht hat. Zudem wurden zwei ältere Standards aufgehoben.

Deutsche Rechnungslegungs Standards

Das DRSC ist eine deutsche Standardisierungsorganisation und durch das BMJV als privates Rechnungslegungsgremium i. S. d. § 342 HGB anerkannt. Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat insbesondere die Aufgabe, Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze über Konzernrechnungslegung zu entwickeln. Mit der Herausgabe deutscher Rechnungslegungsstandards wird dieser Aufgabe nachgekommen. Mit den DRS 22 bis 24 wurden nun Standards veröffentlicht, die erstmalig für nach dem 31. Dezember 2016 beginnende Geschäftsjahre für HGB-Konzernabschlüsse zu beachten sind.

DRS 22 „Konzerneigenkapital“

DRS 22 regelt die Darstellung der Zusammensetzung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzerneigenkapitalspiegel gemäß

§ 342 – Privates Rechnungslegungsgremium
(1) Das Bundesministerium der Justiz kann eine privatrechtlich organisierte Einrichtung durch Vertrag anerkennen und ihr folgende Aufgaben übertragen:
1
Entwicklung von Empfehlungen zur Anwendung der Grundsätze über die Konzernrechnungslegung,
2
Beratung des Bundesministeriums der Justiz bei Gesetzgebungsvorhaben zu Rechnungslegungsvorschriften,
3
Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in internationalen Standardisierungsgremien und
4
Erarbeitung von Interpretationen der internationalen Rechnungslegungsstandards im Sinn des § 315a Abs. 1.Es darf jedoch nur eine solche Einrichtung anerkannt werden, die aufgrund ihrer Satzung gewährleistet, daß die Empfehlungen und Interpretationen unabhängig und ausschließlich von Rechnungslegern in einem Verfahren entwickelt und beschlossen werden, das die fachlich interessierte Öffentlichkeit einbezieht. Soweit Unternehmen oder Organisationen von Rechnungslegern Mitglied einer solchen Einrichtung sind, dürfen die Mitgliedschaftsrechte nur von Rechnungslegern ausgeübt werden.
(2) Die Beachtung der die Konzernrechnungslegung betreffenden Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wird vermutet, soweit vom Bundesministerium der Justiz bekanntgemachte Empfehlungen einer nach Absatz 1 Satz 1 anerkannten Einrichtung beachtet worden sind.
§ 297 – Inhalt
(1) Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Er kann um eine Segmentberichterstattung erweitert werden.
(2) Der Konzernabschluß ist klar und übersichtlich aufzustellen. Er hat unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Führen besondere Umstände dazu, daß der Konzernabschluß ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild im Sinne des Satzes 2 nicht vermittelt, so sind im Konzernanhang zusätzliche Angaben zu machen. Die gesetzlichen Vertreter eines Mutterunternehmens, das Inlandsemittent im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapierhandelsgesetzes und keine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 327a ist, haben bei der Unterzeichnung schriftlich zu versichern, dass nach bestem Wissen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild im Sinne des Satzes 2 vermittelt oder der Konzernanhang Angaben nach Satz 3 enthält.
(3) Im Konzernabschluß ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen so darzustellen, als ob diese Unternehmen insgesamt ein einziges Unternehmen wären. Die auf den vorhergehenden Konzernabschluß angewandten Konsolidierungsmethoden sind beizubehalten. Abweichungen von Satz 2 sind in Ausnahmefällen zulässig. Sie sind im Konzernanhang anzugeben und zu begründen. Ihr Einfluß auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist anzugeben.

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