_is_locked _is_guaranted

Thema der Woche: Auf Diktiergerät gesprochenes Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß

dasFiBuWissen-News [ Stand: 18.08.2015 ]
Autor: Timm Haase
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Das Finanzgericht Köln hatte zu entscheiden, ob ein Fahrtenbuch, das mit Hilfe eines Diktiergeräts geführt wird, ordnungsgemäß ist (Urteil vom 18.06.2015, Az. 10 K 33/15, veröffentlicht am 13.08.2015). Diese Möglichkeit der Aufzeichnung ist nach Auffassung der Richter nicht anzuerkennen. Gegen diese Entscheidung ist jedoch beim BFH die Revision zugelassen worden.

Angestellter Steuerberater nutzte Porsche Carrera

Im Urteilsfall ging es um einen angestellten Steuerberater, dem sein Arbeitgeber einen Firmenwagen (Porsche Carrera) auch für private Fahrten zur Verfügung stellte. Im Rahmen einer Lohnsteuer-Außenprüfung stelle der Prüfer fest, dass der Steuerberater sein Fahrtenbuch in Form eines Diktiergeräts führt. Er diktierte zu Beginn einer Fahrt den Zweck der Fahrt, das Datum und den km-Stand. Unterwegs diktieret er besondere Vorkommnisse, wie etwa Staus oder Straßensperrungen, und am Ende wiederum den km-Stand. Während dieser Eingaben ließ der Steuerberater das Radio laufen, um seine Angaben zu untermauern. Die Ansagen auf dem Band wurden von seiner Sekretärin in Excel-Dateien übertragen, die Blätter aufbewahrt und am Jahresende jeweils gebunden. Die Bänder wurden ebenfalls aufbewahrt und nicht überspielt.

Das Finanzamt erkannte das vorliegende Fahrtenbuch nicht an. Es versteuerte den privaten Nutzungsvorteil auf der Grundlage der 1 %-Methode.

Sie möchten weiterlesen?

Loggen Sie sich mit Ihrem Premium-Account ein oder erhalten Sie jetzt eine Woche freien Zugang mit der Bestellung unseres wöchentlichen Newsletters!

Jetzt gratis weiterlesen!
  • Zugriff auf alle Premium-Artikel der Seite!
  • Keine Kündigung erforderlich (Premium-Zugang endet automatisch)
  • Gratis und unverbindlich!
  • Zusätzlicher Fach-Newsletter für 0,00 €