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Schuldzinsen - Steuerrecht

Umsatzsteuer [ Stand: 05.09.2017 ]
Autor: Udo Cremer
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Häufig werden Investitionen oder Betriebsausgaben durch die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert. In diesem Zusammenhang fallen Schuldzinsen an. Diese wirken sich aber nicht immer gewinnmindernd aus.

1 Ansatz dem Grunde nach

Schuldzinsen für Kontokorrentverbindlichkeiten oder Darlehen können nur dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die betrieblich veranlasst sind. Aus diesem Grund ist zunächst zu prüfen, ob und inwieweit Schuldzinsen zu den betrieblich veranlassten Aufwendungen gehören.* Daran schließt sich dann eine Prüfung hinsichtlich Überentnahmen (z. B. für Einzelunternehmer) an. Unabhängig von der Rechtsform ist ab einer bestimmten Höhe die Zinsschranke zu beachten.*

Betriebliche Veranlassung:

Die betriebliche Veranlassung von Schuldzinsen bestimmt sich nach den vom BFH entwickelten Grundsätzen.

  1. Entsteht eine Kontokorrentverbindlichkeit sowohl durch betrieblich als auch durch privat veranlasste Auszahlungen oder Überweisungen, so ist bei der Gewinnermittlung nur der betriebliche Teil des Kredits dem Betriebsvermögen zuzurechnen. Die auf diesen Teil des Kontokorrentkredits entfallenden Schuldzinsen dürfen als Betriebsausgaben abgezogen werden.*

  2. Leitet der Steuerpflichtige planmäßig betriebliche Einnahmen auf ein gesondertes Konto, um von diesem Ausgaben für private Investitionen zu bestreiten, und werden die betrieblichen Aufwendungen ausschließlich von einem getrennten Kontokorrentkonto beglichen, so sind die für dieses Kontokorrentkonto entstehenden Schuldzinsen als Betriebsausgaben abziehbar.

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