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Rangrücktritt - Steuerrecht

Bilanzierung [ Stand: 04.09.2012 ]
Autor: Cliff Einenkel, Dirk J. Lamprecht
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Ein Rangrücktritt hat für die Steuerbilanz grundsätzlich die gleichen Auswirkungen wie für die Handelsbilanz. Ziel der Erklärung eines Rangrücktritts ist primär zivilrechtlicher Natur: Es soll eine vorhandene oder drohende Überschuldung bzw.

1 Anwendungsbereich

Ein Rangrücktritt hat für die Steuerbilanz grundsätzlich die gleichen Auswirkungen wie für die Handelsbilanz. Ziel der Erklärung eines Rangrücktritts ist primär zivilrechtlicher Natur: Es soll eine vorhandene oder drohende Überschuldung bzw. die Insolvenzantragspflicht während der Krise vermieden werden, sodass die Gesellschafter zugunsten der Gesellschaft auf ihre Forderungen (vorerst) verzichten. Diese Vorgehensweise ist damit begründet, dass die Gesellschafter auf Besserung der Ertrags- und Liquiditätslage hoffen bzw. diese positiv beurteilen.

Praxishinweis:

Doch hierbei ist Vorsicht geboten. Auch wenn zivilrechtlich die Erklärung ausreicht, die Überschuldung abzuwenden, kann die Rangrücktrittserklärung auf steuerrechtlicher Ebene ungewollte negative Auswirkungen haben. Dies gilt für die Gesellschaft wie auch für den Gesellschafter.

Auf Ebene des Gesellschafters stellt sich die Frage, ob der erklärte Rangrücktritt zu nachträglichen Anschaffungskosten i.S.d. § 17 EStG führt. Im Rahmen des § 17 EStG werden die Gewinne bzw. die Verluste beim Verkauf oder der zwangsweisen Auflösung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften geregelt. Wird die Krise nicht abgewendet und die Liquidation eingeleitet, so kann der Gesellschafter die Verluste ggf. einkommensteuerrechtlich geltend machen. Das gleiche gilt auch für den Verkauf der Beteiligung.

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