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Rückstellungen für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen - Steuerrecht

Bilanzierung [ Stand: 10.08.2016 ]
Autor: Cliff Einenkel
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Unser Experte Cliff Einenkel diskutiert in diesem Artikel die Rückstellungen für öffentlich-rechtliche Verpflichtenen mit besonderer Beachtung des Steuerrechts

1 Allgemeines

Durch das Maßgeblichkeitsprinzip des § 5 Abs. 1 EStG sind die handelsrechtlichen Wertansätze auch für die Steuerbilanz maßgebend. Diese Wertansätze unterliegen jedoch dem Bewertungsvorbehalt des § 5 Abs. 6 EStG. Dies bedeutet, dass die handelsrechtlichen Wertansätze für steuerliche Zwecke geändert werden können, sofern steuerliche Vorschriften einen anderen Ansatz / andere Bewertung vorsehen.

Das EStG sieht insbesondere im § 6 Abs. 1 Nr. 3a (a) – (f) EStG besondere Bewertungsregeln für Rückstellungen vor.

2 Ansatz dem Grunde nach

Die Grundsätze für den Ansatz in der Handelsbilanz gelten auch für die Steuerbilanz. Insofern wird auf Kapitel H2 verweisen.

3 Ansatz der Höhe nach

Die Grundsätze der Berechnung in der Handelsbilanz gelten grundsätzlich auch für die Steuerbilanz.

Nachfolgende Besonderheiten sind zu beachten:

Für die Abzinsung von Rückstellungen für Sachleistungsverpflichtungen ist steuerlich ein Zinssatz von 5,5 Prozent gem. § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG vorgegeben. Von einer Verzinsung ist abzusehen, wenn die Laufzeit der Verpflichtung am Bilanzstichtag weniger als 12 Monate beträgt