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Rückstellungen für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen - Handelsrecht

Bilanzierung [ Stand: 08.08.2016 ]
Autor: Cliff Einenkel
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Experte Cliff Einenkel gibt in diesem Fachbeitrag eine Übersicht über das Handelsrecht in Bezug auf Rückstellungen für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen

1 Allgemeines

Rückstellungen gem. § 249 HGB können nur von Kaufleuten i. S. d. HGB gebildet werden. Rückstellungen sind ein Ausfluss des Gläubigerschutzgedankens des HGB. Es sollen genügend Mittel zurückbehalten werden, um die zukünftigen Auszahlungen zu begleichen. Gleichzeitig soll somit eine periodengerechte Aufwandsverrechnung erreicht werden und der Aufwand wird in dem Geschäftsjahr zurückgestellt, in dem er wirtschaftlich verursacht wurde.

Verpflichtungen aus öffentlich-rechtlichen Verhältnissen sind daher als ungewisse Verbindlichkeiten des Kaufmanns zu qualifizieren und müssen im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung als Rückstellung gebildet werden.

Bei der Bildung der Rückstellung ist alles einzubeziehen, was voraussichtlich benötigt wird um die Auflage der Behörde zu erfüllen. Aus diesem Grund können diese Rückstellungen auch einen beträchtlichen Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ausüben.

Es ist demzufolge ein großes Augenmerk bei der Bildung der Rückstellung zu setzen.