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Proforma-Rechnungen - Handelsrecht

Bilanzierung [ Stand: 09.06.2015 ]
Autor: Cliff Einenkel
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Experte Cliff Einenkel erklärt, was aus handelsrechtlicher Sicht bei Proforma-Rechnungen wichtig ist.

Immer häufiger werden von Unternehmen Proforma-Rechnungen ausgestellt. Die Übermittlung erfolgt postalisch oder auch per E-Mail. Es sind jedoch zahlreiche Besonderheiten bei der Bilanzierung sowie in der steuerlichen Behandlung von Proforma-Rechnungen zu beachten. Im Nachfolgenden wird die bilanzielle und steuerliche Behandlung beim Leistungsempfänger sowie beim Leistenden naher erläutert.

Handelsrecht

Bilanzierung beim Leistungsempfänger

Eine Proforma-Rechnung ist strikt von einer gewöhnlichen Rechnung zu trennen. Es ist im rechtlichen Sinne keine Rechnung. Es handelt sich um einen Bestellvorgang (vgl. auch FG Sachsen-Anhalt v. 03. März 2003 1 K 477/99). Durch den Vermerk als „Proforma-Rechnung“ ist in der Regel auch gewollt, dass noch kein verbindlicher Vertrag abgeschlossen wurde. Leistungsempfänger sowie auch Leistender sind beidseitig noch nicht verpflichtet, eine Leistung aufgrund des Dokuments zu erbringen. Aufgrund der fehlenden rechtlichen Verpflichtung und wirtschaftlichen Belastung scheidet eine Bilanzierung aus.