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Neue Rechtsprechung zum Fahrtenbuch bei der Dienstwagenbesteuerung

dasFiBuWissen-News [ Stand: 14.09.2015 ]
Autor: Volker Hartmann
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Obwohl im Bereich der Dienstwagenbesteuerung inzwischen nahezu alle Fallgestaltungen durch den Gesetzgeber und die Finanzverwaltung geregelt worden sind und darüber hinaus eine Vielzahl von Urteilen der Finanzgerichte und des Bundesfinanzhofs vorliegt, gibt es immer wieder - aus Sicht des Autors - unnötige und vermeidbare Streitigkeiten rund um den Ansatz eines geldwerten Vorteils bei der Privatnutzung eines Firmenwagens.

Ordnungsgemäßes Fahrtenbuch

Der Arbeitgeber kann den geldwerten Vorteil im Rahmen der Dienstwagenbesteuerung – alternativ zur pauschalen 1 %-Regelung – auf Grundlage der tatsächlichen Nutzungsverhältnisse ermitteln. Voraussetzung für die Anwendung der Fahrtenbuchmethode ist, dass der Arbeitnehmer ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch vorlegt.

Mindestangaben

Nach Maßgabe von R 8.9 Absatz 9 Nr. 2 LStR muss ein Fahrtenbuch folgende Mindestangaben enthalten:

  • Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnen Auswärtstätigkeit
  • Reiseziel und bei Umwegen auch die Reiseroute
  • Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner

Das Finanzgericht Köln hatte sich jüngst erneut mit der Frage auseinandersetzen müssen, was unter einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch zu verstehen ist. Darüber hinaus ist ein Fahrtenbuch zeitnah und in geschlossener Form zu führen.

Der streitige Sachverhalt

Ein Arbeitgeber stellte einem Arbeitnehmer einen Porsche Carrera als Firmenwagen zur Verfügung. Diesen Firmenwagen durfte der Arbeitnehmer auch privat nutzen. Der Arbeitnehmer führte ein Fahrtenbuch, nicht wie allgemein üblich, in schriftlicher Form, sondern zunächst mit einem Diktiergerät, dessen „Eintragungen“ zu einem späteren Zeitpunkt in eine Excel-Tabelle übertragen wurden.

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