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Nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten - Steuerrecht

Bilanzierung [ Stand: 21.06.2017 ]
Autor: Cliff Einenkel
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
In diesem Artikel diskutiert unser Experte die Besonderheiten von nachträglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Bezug auf das Steuerrecht.

Nach § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB sind Vermögensgegenstände* höchstens mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen anzusetzen. Die Begriffspaare sind wesentlich für die Bewertung des Anlagevermögens als auch des Umlaufvermögens. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (AK/HK) sind im Falle abnutzbaren Anlagevermögens die Bemessungsgrundlage für die planmäßigen Abschreibungen, § 253 Abs. 3 HGB.

Zu den AK gehören neben den Anschaffungsnebenkosten auch die nachträglichen AK gem. § 255 Abs. 1 S. 2 HGB. Diese können in zeitlicher Nähe zur Anschaffung liegen, können aber auch viele Jahre später entstehen.

Nachträgliche AK fließen in die Bemessungsgrundlage der Abschreibungen ein und können nicht als sofort abziehbarer Aufwand verbucht werden. Insofern ist sowohl die Identifizierung als nachträgliche AK als auch die Behandlung im Rahmen der Abschreibung wichtig.

Gleiches gilt für nachträgliche HK. Diese können Jahre später nach der Erstherstellung entstehen. Insbesondere bei Gebäuden führt die Thematik der nachträglichen HK zu Bewertungsschwierigkeiten. Steuerrechtlich können Baumaßnahmen ggf. als anschaffungsnahe HK qualifiziert werden, gem. § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG.

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