Kooperation für steuerfreie Gehaltsextras

dasFiBuWissen-News [ Stand: 27.06.2017 ]
Autor: Online-Redaktion Verlag Dashöfer
Quelle: DATEV
Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern durch steuerbegünstigte Zusatzleistungen - das sollten Arbeitgeber nicht mit großem Aufwand und mangelnder Steuer-Expertise verbinden, sondern mit unkomplizierten und rechtssicheren Prozessen. Zu diesem Zweck haben Edenred, einer der führenden Anbieter von Gutscheinen und Gutscheinkarten in Deutschland, und die DATEV eG eine Kooperation vereinbart, die für Unternehmen die Anwendung von Lohnnebenleistungen attraktiver macht.

Im ersten Schritt erhalten DATEV-Mitglieder und ihre Mandanten Sonderkonditionen auf ausgewählte Angebote.

Steuerfreie Gehaltsextras eignen sich für Arbeitgeber gut, um die Leistung von Mitarbeitern anzuerkennen und sie ans Unternehmen zu binden. Bei der steuerlich und gesetzlich korrekten Umsetzung derartiger Lohnnebenleistungen herrscht in der Praxis jedoch häufig Unsicherheit. Der geeignete Ansprechpartner zu diesem Thema ist der Steuerberater.

„Der demografische Wandel in der Wirtschaft bedeutet: Unternehmen müssen attraktive Arbeitgeber sein. Zusätzliche Gehaltselemente unterstützen diese Wahrnehmung. Durch die Kooperation mit Edenred können wir den Unternehmen anbieten, über ihren Steuerberater von günstigen Konditionen zu profitieren“, sagt Michael Eß, Leiter Produktmanagement und Service für die Personalwirtschaftslösungen bei DATEV. Christel Constant, Director Sales & Customer Experience und Prokuristin von Edenred Deutschland, ergänzt: "Durch die Kooperation mit DATEV lassen sich die steuerrechtlichen Fragestellungen insbesondere für unsere kleinen und mittelständischen Kunden einfacher handhaben. Wir können so den Entscheidungsprozess der Unternehmen hinsichtlich steuerfreier und steuerbegünstigter Gehaltsextras noch sicherer und zielgerichteter gestalten."

Gehaltsplus für Mitarbeiter mit staatlicher Förderung

Im Einzelnen umfasst die Kooperation die Edenred-Produkte Ticket Plus, Ticket Shopping und Ticket Restaurant. Ticket Plus und Ticket Shopping sind elektronische Guthabenkarten, auf die der Arbeitgeber steuer- und sozialabgabenfreie Gehaltsextras aufbuchen kann. Dies ist monatlich bis zu einem Sachbezugswert von 44 Euro (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) möglich, bei einmaligen Anlässen wie Geburtstagen oder Hochzeiten liegt die Freigrenze bei 60 Euro (R. 19.6, Abs. 1 LStR). Mit den Ticket Restaurant Menü-Schecks können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen Zuschuss zum Mittagessen steuerbegünstigt zukommen lassen. Die Vorteile für Unternehmen: Sie sparen Lohnnebenkosten, drücken ihren Mitarbeitern gegenüber Anerkennung und Wertschätzung aus und stärken ihre Arbeitgebermarke.

DATEV-Mitglieder und ihre Mandanten erhalten Sonderkonditionen auf die Produkte. In einem weiteren Schritt planen DATEV und Edenred darüber hinaus, den Datenaustausch zwischen ihren Systemen zu erleichtern.




§ 8 – Einnahmen
(1) Einnahmen sind alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Steuerpflichtigen im Rahmen einer der Einkunftsarten des § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 bis 7 zufließen.
(2) 1Einnahmen, die nicht in Geld bestehen (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge), sind mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen. 2Für die private Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten gilt § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 entsprechend. 3Kann das Kraftfahrzeug auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt werden, erhöht sich der Wert in Satz 2 für jeden Kalendermonat um 0,03 Prozent des Listenpreises im Sinne des § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. 4Der Wert nach den Sätzen 2 und 3 kann mit dem auf die private Nutzung und die Nutzung zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entfallenden Teil der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen angesetzt werden, wenn die durch das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen durch Belege und das Verhältnis der privaten Fahrten und der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu den übrigen Fahrten durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen werden. 5Die Nutzung des Kraftfahrzeugs zu einer Familienheimfahrt im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung ist mit 0,002 Prozent des Listenpreises im Sinne des § 6 Absatz 1 Nummer 4 Satz 2 für jeden Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstands und dem Beschäftigungsort anzusetzen; dies gilt nicht, wenn für diese Fahrt ein Abzug von Werbungskosten nach § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 5 Satz 3 und 4 in Betracht käme; Satz 4 ist sinngemäß anzuwenden. 6Bei Arbeitnehmern, für deren Sachbezüge durch Rechtsverordnung nach § 17 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch Werte bestimmt worden sind, sind diese Werte maßgebend. 7Die Werte nach Satz 6 sind auch bei Steuerpflichtigen anzusetzen, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen. 8Die oberste Finanzbehörde eines Landes kann mit Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen für weitere Sachbezüge der Arbeitnehmer Durchschnittswerte festsetzen. 9Sachbezüge, die nach Satz 1 zu bewerten sind, bleiben außer Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen.
(3) 1Erhält ein Arbeitnehmer auf Grund seines Dienstverhältnisses Waren oder Dienstleistungen, die vom Arbeitgeber nicht überwiegend für den Bedarf seiner Arbeitnehmer hergestellt, vertrieben oder erbracht werden und deren Bezug nicht nach § 40 pauschal versteuert wird, so gelten als deren Werte abweichend von Absatz 2 die um 4 Prozent geminderten Endpreise, zu denen der Arbeitgeber oder der dem Abgabeort nächstansässige Abnehmer die Waren oder Dienstleistungen fremden Letztverbrauchern im allgemeinen Geschäftsverkehr anbietet. 2Die sich nach Abzug der vom Arbeitnehmer gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile sind steuerfrei, soweit sie aus dem Dienstverhältnis insgesamt 1 080 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.
() Fußnote § 8: Zur Anwendung vgl. § 52 Abs. 23c