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Gewinnrealisierung - Handelsrecht

Bilanzierung [ Stand: 29.10.2019 ]
Autor: Udo Cremer
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung dürfen Gewinne erst ausgewiesen werden, wenn sie bis zum Bilanzstichtag entstanden, d. h. realisiert, sind.

Handelsrecht

1 Anwendungsbereich

Nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung dürfen Gewinne erst ausgewiesen werden, wenn sie bis zum Bilanzstichtag entstanden, d. h. realisiert, sind (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB). Ausnahmen bestehen lediglich für Fremdwährungen (§ 256a Satz 2 HGB) und Planvermögen (§ 255 Abs. 5 HGB).

2 Ansatz dem Grunde nach

Erst mit vollständiger Erbringung der geschuldeten Leistung tritt die Gewinnverwirklichung ein, d. h. z. B. durch Übergabe der gekauften Sache, die sich mit dem Zeitpunkt des Entstehens des Anspruchs auf die Gegenleistung (z. B. Kaufpreiszahlung) deckt.

Bei Veräußerung tritt die Gewinnrealisation generell in dem Zeitpunkt ein, in dem das veräußerte Wirtschaftsgut nach § 246 Abs. 1 HGB bzw. § 39 AO nicht mehr dem Veräußerer, sondern dem Erwerber zuzurechnen ist (BFH, Urteil v. 29. November 1973 – IV R 181/71, BStBl 1974 II S. 202). Mit Übergang des wirtschaftlichen Eigentums auf den Käufer ist ein Ansatz beim Verkäufer ausgeschlossen. In diesem Zusammenhang kommt es auf den Zeitpunkt der Auftragsannahme oder dem Zeitpunkt der Rechnungserteilung ebenso wenig an wie auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Zahlung.

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