Freihandel ist wichtiger Impuls für Wirtschaft

dasFiBuWissen-News [ Stand: 31.03.2015 ]
Autor: Online-Redaktion Verlag Dashöfer
Quelle: Europäische Kommission
Die Europäische Kommission hat heute (Donnerstag) einen Bericht vorgelegt, der die starken Wirtschafts- und Beschäftigungsvorteile durch Freihandelszonen aufzeigt.

Quelle: Europäische Kommission

31 Millionen Arbeitsplätze und damit mehr als 14 Prozent der Gesamtbeschäftigung sind in der EU von Exporten in Drittländer abhängig. Mit jeder Milliarde, um die das Gesamtvolumen der Exporte zunimmt, wird EU-weit zur Schaffung von 14 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen beigetragen. Das Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea ist dafür ein beispielhafter Beleg.

„Das Beispiel des Freihandelsabkommens der EU mit Südkorea führt uns deutlich vor Augen, warum wir freien Handel brauchen: Neben einer Ankurbelung unserer Exporte konnten im schnell wachsenden ostasiatischen Markt neue Geschäftsmöglichkeiten erschlossen werden“, erklärte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und ergänzte: „Europäische Unternehmen und Verbraucher sind also bestens aufgestellt und profitieren von einem intensiveren internationalen Handel, da die EU sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen an der Weltspitze steht.“

Der heute vorgelegte jährliche Bericht über die Durchführung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea zeigt, dass die Warenexporte der EU nach Südkorea in den ersten drei Jahren nach der Umsetzung um 35 Prozent stiegen. Die Exporte vollständig liberalisierter Waren legten sogar um 46 Prozent zu, während die Exporte teilweise liberalisierter Waren um 37 Prozent anwuchsen. Der Gesamtwert zusätzlicher Exporte aus der EU beläuft sich somit auf 4,7 Mrd. Euro pro Jahr. Die EU-Exporte nahmen in allen Wirtschaftszweigen zu. Besonders profitiert haben die Auto- und Maschinenbauer. Die Exporte von Kraftfahrzeugen haben sich fast verdoppelt (+90 Prozent), bei den Beförderungsmitteln liegt die Quote bei +56 Prozent.

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea, das seit Juli 2011 in Kraft ist, ist das ehrgeizigste bisher von der EU umgesetzte Freihandelsabkommen. Es ist zum einen das erste einer neuen Generation weitreichenderer Freihandelsabkommen, zum anderen auch das erste Freihandelsabkommen der EU mit einem asiatischen Land.