Finance Faces: Markus Rieger - Unternehmer und Börsianer mit Leib und Seele

dasFiBuWissen-News [ Stand: 22.09.2015 ]
Autor: Online-Redaktion Verlag Dashöfer
Quelle: Personalberatung TreuenFels
Ein Börsenplanspiel, an dem er als Jugendlicher teilnahm, war der zündende Funke. Die Leidenschaft für Wertpapiere ließ Markus Rieger seitdem nie wieder los. Heute ist der 46-Jährige Gründer und Vorstand der GoingPublic Media AG aus München, einem börsennotierten Finanzmedienhaus.
Markus Rieger

Umtriebig war Markus Rieger schon als Student: Während seines Betriebswirtschaftsstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität München gründet er einen studentischen Börsenverein. André Kostolany, die Börsenlegende schlechthin, ist im Juni 1992 sein erster Gastredner: „Mit gut 800 Zuhörern platzte die Veranstaltung aus allen Nähten, alle wollten den Altmeister der Anleger hören“, erinnert sich Markus Rieger noch heute mit Begeisterung. Aus damals sechs universitären Börsenvereinen in ganz Deutschland sind inzwischen 50 Vereine geworden. Markus Rieger hat damals maßgeblich an dem Aufbau des Dachverbands, dem Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen, mitgewirkt. „Der Aufbau unseres Münchner Börsenvereins, aber auch des späteren Bundesvereins, war meine erste unternehmerische Tätigkeit“, so Rieger. „Wir hatten noch keine Sponsoren und haben erst einmal alle Kosten für Vorträge und Workshops selber verauslagt.“

Auf den Geschmack gekommen

Woher Markus Rieger die Leidenschaft für die Börse und Finanzmarktthemen hat, kann er sich selbst nicht so recht erklären. „Meine Mutter war Verkäuferin, mein Vater Beamter, in unserer Familie bin ich bis heute der einzige Unternehmer.“ Der gebürtige Oberbayer gibt in seiner Jugend als ersten Berufswunsch an: Banker. Mit 17 Jahren nimmt er an einem Börsenplanspiel der örtlichen Sparkasse teil. „Wir haben als Team mit unserem Depot die Regionalausscheidung des Börsenspiels gewonnen, mit dem Depotgutschein habe ich meine ersten Aktien erworben.“ Die Performance der Wertpapiere überzeugt nicht, aber Rieger ist auf den Geschmack gekommen. Nach Abschluss seiner Bankausbildung bei der Bayerischen Vereinsbank beginnt er ein Betriebswirtschaftsstudium, an der Hochschule vermisst er aber vor allem praxisnahes Wissen: „In Deutschland waren wir damals – und sind leider auch heute noch – Entwicklungsland in Sachen Aktienkultur“, sagt der Unternehmer. „Ich wollte, dass die trockene Finanzmathematik mit Leben gefüllt wird, wir Studenten mehr Praxiswissen bekommen.“ Er holt eben dieses an die Universität, sucht nach spannenden Referenten, veranstaltet Workshops.

Erste Schritte als Verleger

Mitstreiter aus der Gründungszeit sind heute erfolgreiche Fondsmanager, sogar ein Bankvorstand ist dabei. Riegers Leidenschaft ist deutlich herauszuhören, als er über die Anfangszeit spricht. „Drei von meinen fünf Studienjahren habe ich mit dem Aufbau des Akademischen Börsenzirkels und des Dachverbands verbracht“, erinnert er sich. Während andere Studierende an den Wochenenden Party machen, ist Rieger mit Sponsorensuche, Öffentlichkeitsarbeit und dem Herausbringen einer Zeitschrift beschäftigt. „Das waren meine ersten Schritte als Verleger.“ Eine Vorlesung zum Thema Gründungsmanagement lässt die Idee in ihm reifen, sich selbstständig zu machen. Gleich nach Studienende wagt er mit 27 Jahren den Schritt und gründet seinen eigenen Verlag, unter dessen Dach er heute Magazine wie die M&A-Review oder das Venture Capital Magazin verlegt. „Wir starteten zu einer Zeit, als die Direktbanken aufkamen und die Banken intensiv nach Nachwuchs gesucht haben. Bei uns haben sie ihre Zielgruppen ohne Streuverluste erreicht.“

Börsenvorstand mit Ende 30

Sein unternehmerisches Konzept geht auf, Rieger legt einen fulminanten Start hin. Doch die Krise an den Finanzmärkten geht auch an seinem Verlag nicht spurlos vorüber. Mitte 2001 beginnt für ihn eine Zeit, die er heute als „puren Überlebenskampf“ bezeichnet. Der Verlag steht kurz vor der Insolvenz. „In der Krise lernt man sehr schnell, wer Freund und wer Feind ist. Ich habe viel Lehrgeld bezahlt, aber erst seit dieser Zeit würde ich mich als richtigen Unternehmer bezeichnen.“ Kraft gibt ihm in dieser Zeit seine Familie. Seine Frau, eine gebürtige Kroatin, lernt er schon zu Studienzeiten kennen. „Im Studentenwohnheim haben wir schon zusammen Zeitschriften eingepackt. Sie gibt mir Rückhalt, ist eine sehr wichtige Feedback-Geberin.“ Rieger geht gestärkt aus der Krise hervor, zwei Jahre nach Gründung geht er mit seinem Verlag an die Börse. „Der Börsengang mit der GoingPublic Media AG im November 2006 war sicherlich mein berufliches Highlight. Vorstand einer Aktiengesellschaft zu sein, den Kurs meiner eigenen Aktie verfolgen zu können, das macht mich immer noch sehr stolz.“

Unternehmer mit Leib und Seele

Nach einem Management-Buy-Out im April 2015 ist Rieger inzwischen wieder Hauptgesellschafter des Unternehmens. Zehn verschiedene Marken hat er im Verlag, macht mit seinen 35 festangestellten Mitarbeitern rund 4 Millionen Euro Umsatz. Unternehmertum zu stärken, das ist ihm auch über sein eigenes Unternehmen hinaus ein Anliegen. So engagiert sich Markus Rieger ehrenamtlich im Vorstand des Verbandes „Die Familienunternehmer“ im Regionalkreis Südbayern. Energie für die Aufgaben tankt der Manager am liebsten in der freien Natur. 20 Jahre habe er Fußball gespielt, jetzt stehen Fahrradfahren, Laufen, Skifahren oder seine neueste Leidenschaft, das Golfspiel, auf seiner Liste. Wen Markus Rieger gerne einmal treffen würde? „Warren Buffet natürlich!“ Natürlich.




Über TreuenFels:

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