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DRS 22 Konzerneigenkapital

Bilanzierung [ Stand: 16.03.2017 ]
Autor: Philipp Jahn
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Was bedeuten die DRS 22 für Sie in der Praxis? Wie unterscheiden sie sich von DRS 7? Welche Übergangsregelungen gibt es und welche sonstigen Details gilt es zu berücksichtigen? In diesem Fachartikel gibt Philipp Jahn Auskunft.

Überblick

Am 23. Februar 2016 wurde DRS 22 Konzerneigenkapital durch das BMJV (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die DRS gelten über § 342 HGB als GoB der HGB-Konzernrechnungslegung.

Der Standard ist von folgenden Unternehmen verpflichtend auf Konzern- und ggf. Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2016 beginnen, anzuwenden:

  • Konzernabschlüsse, die nach § 290 HGB oder nach § 11 PublG, jeweils in Verbindung mit § 297 Abs. 1 S. 1 HGB einen Konzerneigenkapitalspiegel enthalten

  • Jahresabschlüsse von kapitalmarktorientierten Unternehmen (§ 264 Abs. 1 S. 2 HGB)

  • Unternehmen, die freiwillig einen Eigenkapitalspiegel aufstellen

Die frühere – aber vollumfängliche – Anwendung ist zulässig und wird empfohlen. Wird von der vorherigen Anwendung kein Gebrauch gemacht, gilt bis zu dem Zeitpunkt der Erstanwendung weiterhin DRS 7 Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis.

Nach DRS 22.6 wird die Anwendung dieses DRS empfohlen. Allerdings kann DRS 22 nur insoweit relevant sein, als sich dieser nicht ausschließlich auf im Konzernabschluss abzubildende Sachverhalte oder Eigenkapitalposten bezieht. DRS 22 gilt nicht für Konzernabschlüsse, die nach den IFRS (internationale Rechnungslegungsstandards) aufgestellt werden, da die Darstellung des Eigenkapitalspiegels diesbezüglich gesondert in IAS 1.106ff. geregelt ist.

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