Digitalisierung bringt Kinder und Karriere unter einen Hut

dasFiBuWissen-News [ Stand: 14.05.2019 ]
Autor: Online-Redaktion Verlag Dashöfer
Quelle: eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.
Der 15. Mai ist Tag der Familie. Die, davon ist die Mehrheit überzeugt, profitiert von der Digitalisierung. Diese erleichtere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aus diesem Grund machen besonders Homeoffice-Angebote und Cloud-basierte Dienste Arbeitgeber attraktiver

Die Digitalisierung wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern oder gar deutlich erleichtern, davon sind 50,7 Prozent der Deutschen überzeugt. Das zeigt eine Umfrage des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Konferenzen oder Meetings beispielsweise werden ortsunabhängig via Video abgehalten, Dokumente per Screen-Sharing geteilt und Dateien sind über Cloud-basierte Services von überall abrufbar. „Die Digitalisierung erlaubt es uns, das Zusammenspiel von Arbeit und Familie von Grund auf neu zu gestalten. Ein Umstand, von dem Arbeitnehmer genauso wie Arbeitgeber profitieren“, sagt Lucia Falkenberg, Chief People Officer (CPO) und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work im eco Verband.

Starre Präsenzzeiten sind passé

Die zunehmende Vernetzung und Nutzung mobiler Endgeräte sowie die orts- und zeitunabhängige Verfügbarkeit von Informationen sind charakteristisch für die digitalisierte Arbeitswelt und ermöglichen Flexibilität. Virtuelle Projektteams, die über Cloud-Lösungen orts- und zeitunabhängig auf Dateien und Programme zugreifen und ihre Zusammenarbeit digital koordinieren, machen die physische Anwesenheit am Arbeitsplatz in vielen Branchen und Berufsfeldern seltener notwendig. Auch feste Arbeitszeiten und starre Präsenzpflichten verlieren an Bedeutung. Das kommt vor allem Familien zu Gute. „Viele Menschen suchen gezielt nach Tätigkeitsfeldern, die sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Fahnen schreiben“, weiß Falkenberg. Während Mütter nach Möglichkeiten suchen, die ihnen – auch aufgrund der eigenen finanziellen Absicherung – längere Arbeitszeiten ermöglichen, wollen Väter ihre Arbeitszeiten reduzieren oder flexibler gestalten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. „Mitarbeiter wollen heute die Karriereleiter samt Kind und Kegel erklimmen. Das kann nur gelingen, wenn die Arbeitgeber mitspielen, indem sie flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten oder beispielsweise Teilzeit-Modelle auch für Führungskräfte anbieten“, weiß Falkenberg. Diese finden sich besonders in stark digitalisierten Betrieben, sogenannten Unternehmen 4.0.

Einsparpotenziale durch familienfreundliche Personalpolitik

Familienfreundliche Personalmaßnahmen rentieren sich für Arbeitgeber. Unternehmen, die dem Wunsch der Mütter und Väter nachkommen, sammeln klare Pluspunkte: Sie bringen einerseits positive Effekte für das Employer Branding mit sich, anderseits ermöglichen sie die Erschließung von neuen Bewerbergruppen wie Müttern. Zugleich verlieren Unternehmen nicht das Know-how langjähriger Mitarbeiter, die eine Rückkehr aus der Elternzeit aufgrund unflexibler Voll- und Teilzeitmodelle scheuen. Mütter selbst wiederum profitieren von digitalen Weiterbildungschancen wie E-Learning-Angeboten. Nicht nur zur Betreuung eigener Kinder ist Flexibilität im Arbeitsalltag ein Muss. Mitunter benötigen Mitarbeiter Zeit für die Pflege der eigenen Eltern, um ihrer Ursprungsfamilie den Rücken zu stärken.