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Digital-AfA, Hard- und Software können im Jahr der Anschaffung als Aufwand behandelt werden

Umsatzsteuer [ Stand: 18.03.2021 ]
Autor: Dirk J. Lamprecht
Quelle: Verlag Dashöfer GmbH
Die Anschaffungskosten von Hard- und Software konnten bisher nur über die Nutzungsdauer verteilt werden. Mit dem BMF-Schreiben vom 26.02.2021 hat sich rückwirkend zum 01.01.2021 die steuerliche Behandlung von Computern, deren Komponenten und Software erheblich geändert.

Diese digitalen Wirtschaftsgüter müssen nun nicht mehr über ihre Nutzungsdauern abgeschrieben werden, sondern wirken sich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe steuerlich als Betriebsausgaben und daher in voller Höhe steuermindernd aus.

Bisher betrug die Abschreibungsdauer bei Computern, Laptops und Druckern sowie Scannern drei Jahre. Das heißt, die Kosten konnten nur über drei Jahre verteilt steuerlich geltend gemacht werden.

Die Nutzungsdauer für solche Wirtschaftsgüter wurde nun auf ein Jahr festgelegt. Damit sind die Abschreibungsregelungen mit der Verteilung der Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nicht mehr anzuwenden.

Interessant an der Regelung ist, dass sogar noch befindliche Restwerte im Jahr 2021 voll abgesetzt werden können. Ist z. B. im Jahr 2020 eine EDV-Anlage für 6.000 Euro angeschafft worden, so wurde diese über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Für 2020 wurde also eine Abschreibung i. H. v. 2.000 Euro steuermindern abgesetzt, so dass noch für die Jahre 2021 und 2022 (in Summe 4.000 Euro) jeweils 2.000 Euro zu verrechnen waren. Nunmehr kann nach Rz. 6 des Schreibens der Betrag von 4.000 Euro im Jahr 2021 voll aus Aufwand berücksichtigt werden. Ziel der Neuregelung ist es, Unternehmen und Arbeitnehmer bei der Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice zu unterstützen, eine betragsmäßige und zeitliche Begrenzung dieser neuen Sofortabschreibungsmöglichkeit ist nicht vorgesehen.

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